Weyer. Für drei Jahre wollte Maria Kronsteiner beruflich nach Washington gehen. Mittlerweile ist die Weyrerin seit 19 Jahren in den USA, wo sie für die Interamerikanische Entwicklungsbank arbeitet.
Weil die amerikanische Wirtschaft nach der Krise den Turn-around schneller geschafft hat, informierte sich eine oberösterreichische Politik- und Wirtschaftsdelegation in Washington und Detroit. „Wir müssen uns dem globalen Wettbewerb stellen und brauchen die Wachstumsmärkte der Welt für unsere Betriebe“, sind sich Landesrat Michael Strugl (ÖVP) und WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner einig.Gekommen um zu bleibenDie Weyrerin Maria Kronsteiner ist 1996 vom österreichischen Finanzministerium in das Direktorium der Interamerikanischen Entwicklungsbank entsandt worden. „Geplant war, dass ich drei Jahre bleibe. Weil es mir aber so gut gefallen hat, habe ich mich um einen festen Job beworben“, erzählt Kronsteiner, die damals mit ihrer zweijährigen Tochter ausgewandert ist. Sie studiert mittlerweile in Florida. „Der größte Schritt war für mich nicht jener in die USA, sondern der von zu Hause nach Wien um zu studieren“, erzählt Kronsteiner, die am idyllischen Setzbauernhof im Ortsteil Mühlein aufgewachsen ist.Viele HeimatbesucheJeden Sommer kommt Maria Kronsteiner mit ihrer Tochter nach Weyer um erholsame Tage am Setzbauernhof zu verbringen. Der Betrieb wird mittlerweile von ihrer jüngeren Schwester geführt. „Ich liebe es, mit ihr am Markt in Weyer Schafkäse zu verkaufen. Man trifft so viele Leute und kommt ins Gespräch.“ Kulinarisch hat die Heimat ohnehin mehr zu bieten. „Geselchtes mit Knödel und Sauerkraut gibt es in den USA nicht, das geht mir ab“, sagt Kronsteiner, die gemeinsam mit ihrem Partner, einem Argentinier, in Washington lebt. In der Pension wollen die beiden vermehrt nach Österreich kommen. „Wir sind natürlich auch schon in Washington verwurzelt. Wahrscheinlich wird es ein Hin und Her zwischen Amerika und Österreich werden.“Innovationsreise: Unter der Leitung von Wirtschaftslandesrat Michael Strugl war eine Delegation der Business Upper Austria (bisher TMG) in Washington DC und Detroit unterwegs, um die Gründe für das dortige hohe Wirtschaftswachstum sowie die niedrigere Arbeitslosigkeit zu erkunden. Österreich ist in den USA mit 650 Niederlassungen aktiv. Im Vorjahr konnte die Österreichische Wirtschaft den höchsten Handelsbilanzüberschuss erzielen. Die USA könnten nach Deutschland zum zweitwichtigsten Partner für den Österreichischen Export werden.
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