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SCHEIBBS/WIESELBURG. 65 Theaterproduktionen, 3.000 Stunden on air, 250 Live-Events mit rund 40.000 Zusehern und 150 Coachings gehen auf das Konto von Christina Meister, die neben der Leitung des Schauspiel Scheibbs auch seit Anfang des Jahres mit der Leitung des Stadttheaters Wieselburg betraut ist. Tips sprach mit der Power-Frau über die Aufführung der „Kalender Girls“ im Schloss Weinzierl und warum gerade diese Produktion das Publikum so sehr berührt.

Christina Meister sprach im Tips-Porträt über die "Kalender Girls". Foto: The Kust
  1 / 3   Christina Meister sprach im Tips-Porträt über die "Kalender Girls". Foto: The Kust

Christina Meister ist Schauspielerin, Moderatorin, Sprechtechnik- und Schauspieltrainerin. Mit Ende des vergangenen Jahres übernahm sie die künstlerische Leitung des Stadttheaters Wieselburg. Ihre Produktion „Die Kalender Girls“ – ein Tragikomödie aus der Feder von Tim Firth – begeisterte zahlreiche Zuseher bereits beim Theaterherbst 2017 im Kulturportal.

Meister übernahm Leitung des Stadttheaters Wieselburg

„Mit Jänner habe ich die Leitung des Stadttheaters Wieselburg übernommen. Auch das Ensemble des Theaters war von der Inszenierung der „Kalender Girls“ in Scheibbs begeistert und äußerte den Wunsch, dass das Stück auch in Wieselburg aufgeführt werden sollte“, erzählt Christina Meister.

„Andere Auftritte der „Kalender Girls“ sind nicht geplant – aber es freut uns, das Stadttheater Scheibbs, dass wir die Produktion nun auch in Wieselburg aufführen werden“, ergänzt die Schauspielerin und Moderatorin, die ergänzt: „Derzeit steckt die Crew des Schauspiel Scheibbs auch in den Proben für „Jack“, das Anfang November im Kulturportal aufgeführt wird. Aber warum kommen die „Kalender Girls“ eigentlich so gut an?

„Das Thema Krebs betrifft jeden“

„Die Tragikomödie basiert auf einer wahren Begebenheit, in dessen Zentrum ein Thema steht, dass jeden betrifft oder mit dem die meisten bereits in irgendeiner Form in Berührung kamen: Krebs. Jeder kann mit diesem Begriff etwas anfangen“, antwortet Christina Meister. „Diese ernste Thematik ist in ein Stück verpackt, das eigentlich eine Komödie ist. Mit der Krankheit wird im Stück auf sensible Art und Weise und vor allem auch mit Humor umgegangen. Das Stück geht irrsinnig unter die Haut und hat das Publikum sehr berührt“, ergänzt Meister.

Zwischen Trauer und dem befreitem Lachen

„Es ist eine Gratwanderung zwischen Trauer und Humor und dem befreiten Lachen des Publikums. Zumindest denke ich, dass das der Fakt war, den das Publikum so sehr überraschte. Und natürlich – um es trivial zu sagen – wir sind eine nicht mehr ganz so junge Damengruppen und wir ziehen uns auf der Bühne aus – das bedarf ganz schön viel Mut. Natürlich ist es keine pornographische Geschichte, doch das Publikum hat auch dies sehr honoriert. Nicht zuletzt ziehe ich auch den Hut vor meinem Ensemble. Auch der Zusammenhalt untereinander war bei dieser Produktion so gut wie noch nie. Es war eine ganz außergewöhnliche Energie, die entstand“, erläutert Christina Meister die Gründe, warum gerade diese Produktion so erfolgreich war.

„In der Woche vor der Aufführung proben wir natürlich noch regelmäßig, wobei das Stück schon sehr gut sitzt. Dazu kommen die Aufbauarbeiten und die Technikeinstellungen“, erzählt Meister über die Vorbereitungen für die Vorstellungen.

Die „Kalender Girls“

Das Stück erzählt die umwerfend komische und gleichzeitig berührende Geschichte einer Gruppe von nicht mehr ganz jungen Frauen, die sich in Yorkshire im Rahmen eines Frauenclubs regelmäßig treffen. Die etwas altmodischen Aktivitäten, denen sie dort nachgehen, wie Marmeladekochen oder Kalenderherstellen, um sie für einen guten Zweck zu verkaufen, sind für die „Girls“ nur Anlass, ihre Freundschaft zu pflegen und ihre Alltagssorgen zu vergessen. Aber dann erkrankt Annies (Petra Pöchhacker) Mann John und stirbt. Um ihm ein Denkmal zu setzen, möchten sie der Klinik, in der er gestorben ist, ein Sofa für die wartenden Angehörigen stiften, das John-Clarke-Gedächtnissofa. Ihre Art, das Geld dafür zusammenzubekommen, ist aber eher verwegen. Sie entmachten ihre Clubvorsitzende, und unter der Führung von Chris (Christina Meister) und Annie, die die anderen überzeugen und überreden, stellen sie einen Kalender her, der keine Heimatansichten zeigt wie sonst, sondern die Clubmitglieder bei ihren normalen Tätigkeiten. Nur, dass sie nackt sind – und das mit Riesenerfolg.

Karten sind telefonisch bei Frau Hartmann bei der Stadtgemeinde Wieselburg unter 07416/52319 und mail@kulturerleben.info erhältlich.

Fr., 21. September, 19.30 Uhr

Sa., 22. September, 19.30 Uhr

So., 23. September, 16 Uhr

Schloss Weinzierl, Wieselburg-Land


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