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Spatenstich: Hochwasserschutz in Wieselburg

Ariane Zeilinger, 14.07.2018 13:19

WIESELBURG STADT/LAND. Heute fand am Messegelände der Spatenstich zum Bau des Hochwasserschutzes in der Region statt. Nachdem 2009 überfluteten die Hochwässer der Kleinen und Großen Erlauf Teile der Stadt- und Landgemeinde. Die Arbeiten des Hochwasserschutzprojektes umfassen eine Aufweitung der Kleinen Erlauf, die Errichtung von 1.300 Laufmetern Hochwasserschutzdämmen, 2.400 Laufmetern Hochwasserschutzmauern und rund 300m² mobile Dammbalken. Das Projekt soll im Dezember 2021 fertiggestellt sein. Gesamtkosten: 5,46 Millionen Euro.

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Wieselburgs Bürgermeister Günther Leichtfried (SPÖ) und Karl Gerstl, Bürgermeister von Wieselburg Land (ÖVP) eröffneten gemeinsam die Feierlichkeiten rund um den Spatenstich des Hochwasserschutzprojektes. Leichtfried blickte in das Jahr 2009 zurück: Damals verwandelten sich die Kleine und die Große Erlauf binnen wenigen Stunden in einen reißenden Fluss, dem die Überflutung weiter Teile des Gebietes folgte. Darüber hinaus warf Leichtfried auch einen Blick auf die Ursachen, die sich wie kleine Mosaiksteine zusammensetzen: der Versiegelung und Verdichtung des Bodens durch Bebauung, Flussregulierungen und dem Anstieg des CO2 Gehaltes, der durch die Nutzung fossiler Brennstoffe die Erderwärmung und den Klimawandel mit sich bringe. 

Unter den Zahlreichen Gästen konnten Monsignore Franz Dammerer, LH Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP),  die Landtagsabgeordneter Anton Erber (ÖVP) und Günther Sidl (SPÖ), Bezirkshauptmann-Stellvertreter Christian Pehofer, sowie Norbert Knopf, Olvier Huber und Thomas Krassnitzer von der Abteilung Wasserbau der NÖ Landesregierung begrüßt werden. Ebenso begrüßte Leichtfried Oberst Reinhard Koller vom Militärkommando, sowie Vertreter der Feuerwehren, Projektleiter, Messedirektor Werner Roher, die beiden Vizebürgermeister Peter Reiter (SPÖ) und Markus Ratz (ÖVP, Wieselburg-Land) sowie Anrainer und Betroffene des Gebietes, in dem der Hochwasserschutz errichtet wird.

„Es gilt einen Kompromiss zu finden“

Im Anschluss an die Projektvorstellung sprach Josef Plank, Generalsekretär im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, über das Projekt an der Mündung der Kleinen und Großen Erlauf und den Investitionskosten des Hochwasserschutzprojektes. „Wir leben in einer Kulturlandschaft, in der die Menschen Platz brauchen. Jede Gestaltung der Landschaft ist ein Eingriff, bei dem es einen Kompromiss zu finden gilt, einen Kompromiss für Menschen und Tiere“, so Plank. 

Abschließend gab LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf einen Überblick der laufenden Hochwasserschutzprojekte in Niederösterreich, wo in 300 Gemeinden derzeit 537 Einzelprojekte umgesetzt werden. 

Abschließend überreichte Karl Gerstl, seitens der Gemeinde Wieselburg-Land, Stephan Pernkopf ein Präsent zur Geburt seiner Tochter, die vor kurzem das Licht der Welt erblickte. 


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