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WILHELMSBURG/LILIENFELD. Bei der Initiative „Let's Walz“, die heuer gemeinsam von der Wirtschaftskammer NÖ und der Arbeiterkammer NÖ umgesetzt wird, bekamen vergangenes Jahr 162 niederösterreichische Lehrlinge ein Stipendium für ein vierwöchiges Auslandspraktikum verliehen. Elektrotechnik-Lehrling Samuel Polierer aus Wilhelmsburg durfte Arbeitserfahrungen in Portsmouth (England) sammeln. Maurerlehrling Maria Mößner aus Lilienfeld gewann neue Eindrücke auf einer Baustelle in Belfast (Nordirland).

Die Let’s Walz-Teilnehmer 2017 Maria Mößner (Maurerlehrling) und Samuel Polierer (Elektrotechnik-Lehrling) Foto: Thomas Lettner

Tips:Wie unterscheidet sich das Arbeiten in Nordirland und England zu dem in Österreich?

Mößner: In Nordirland haben sie nicht so viel Stress wie wir und sind viel gechillter. Wenn das Haus fertig ist, ist es fertig. Es folgt nicht alles einem straffen Zeitplan. Das Arbeiten ist auch ruhiger, und es werden weniger Maschinen verwendet.

Polierer: Man hat auf jeden Fall gesehen, dass die Arbeit in England leichter ist. Das gilt aber allgemein. Ich glaube, dass wir was das betrifft in Österreich ganz vorne an der Spitze mit dabei sind, ganz genau arbeiten und alles genau ausführen. Die Arbeitskollegen waren aber sehr nett und haben sofort alles erklärt, wenn man sich wo nicht ausgekannt hat.

Tips:Hat es auch Situationen gegeben, in denen ihr den Arbeitskollegen etwas erklären konntet?

Polierer: Ja. Ich habe nicht in einer Firma, sondern in einem Second Hand-Laden gearbeitet. Einmal wurde gerätselt, wo bei einem Fernseher der HDMI-Stecker ist. Da haben sie mich gefragt, ob ich ihnen den zeigen kann.

Tips:Konntet ihr eure Sprachkenntnisse etwas aufbessern?

Mößner: Auf der Baustelle war es schwierig, die Arbeiter zu verstehen, weil sie im Dialekt gesprochen haben. Es hat ein paar Wochen gedauert, bis ich etwas verstanden habe. Ich habe aber das, was ich schon gekonnt habe, anwenden können.

Polierer: In England war es viel leichter, weil man die Leute versteht, weil sie dort ja das schöne Englisch reden. Ich habe auf jeden Fall viel dazu gelernt. Man lernt nicht nur das Englisch aus den Lehrbüchern, sondern auch den Slang. Ein cup of tea (Tasse Tee) ist zum Beispiel abgekürzt ein cupper. Lustig ist es dann, wenn man nach Österreich zurückkommt und Englisch spricht ohne dass es einem auffällt.


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