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WOLFERN. Ortschef Karl Mayr spricht im Interview über neue Projekte, die gute Infrastruktur im Zentrum und den direkten Kontakt mit den Bürgern.

Bürgermeister Karl Mayr
Bürgermeister Karl Mayr

Tips:Als Bürgermeister sind Sie Anlaufstelle bei Problemen jeder Art. Wo kommen Sie mit den Menschen ins Gespräch?

Karl Mayr: Da gibt es vielerlei Möglichkeiten – zuerst einmal während meiner Sprechstunden am Gemeindeamt. Da mein Motto „Das Ohr bei den Bürgern“ lautet, gibt es aber auch eigens dafür angelegte Veranstaltungen wie „Hatsch“n und ratsch“n“ oder „walk and talk“, dann die Hausbankgespräche oder den langen Tag am Gemeindeamt bis 22 Uhr. An diesem Tag sind alle Abteilungen bis 20 Uhr geöffnet. Im November des Vorjahres sind die letzten Gäste bis kurz vor Mitternacht geblieben. Weitere Gelegenheiten sind die Dorf- und Straßenfeste, zu denen ich regelmäßig eingeladen werde, und die vielen Veranstaltungen in Wolfern.

Wie gut ist die Gemeinde in Sachen Infrastruktur aufgestellt?

Karl Mayr: In jedem Alter ist Wolfern lebenswert. Lückenlose Kinderbetreuung von der Zwergerlrunde bis zur Volksschule, das Bezirksalten- und Pflegeheim mit integrierter Tagesbetreuung des Roten Kreuzes, betreubares Wohnen, Gemeindearzt mit Hausapotheke, zwei Wahlärzte – alles im Zentrum und daher gut erreichbar – eine gesicherte Nahversorgung, eine ständig wachsende Wirtschaftszone, rund 1.200 Arbeitsplätze durch eine gut florierende Wirtschaft, ein tolles Freizeitangebot mit Wanderwegen, Tennis- und Fußballplätzen, Asphaltstockbahnen, das Waldbad mit dem Beachvolleyballplatz und viele Kurse im Turnsaal der Volksschule sowie die Vereine sorgen dafür.

Welche Wohnbauprojekte gibt es in der Marktgemeinde?

Karl Mayr: Derzeit sind es drei Projekte – ein Wohnhaus der Firma Procon mit Eigentumswohnungen, die mit Ende des Jahres fertig sein werden, ein neues Projekt „Wohnen im Grünen“ von der Trio Developement und Rego Immo steht mit elf Eigentumswohnungen kurz vor dem Start. Und das Projekt „Gartensiedlung“ der Firma Procon mit 92 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilien- und Reihenhäusern ist für alle interessant, die gerne in Wolfern wohnen möchten.

Eine steigende Einwohnerzahl bringt auch Herausforderungen mit sich, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung.

Karl Mayr: Sowohl Kindergarten als auch Schule sind derzeit gut ausgelastet. Eine steigende Einwohnerzahl fordert immer wieder Erweiterungen im zum Beispiel in der Wasserversorgung und der Kanalisation. Sie stärkt aber auch die Infrastruktur wie Nahversorger und Dienstleister. Daher wird die Bevölkerungsentwicklung genau beobachtet, um rechtzeitig auf diese Herausforderungen zu reagieren.

Alle Umlandgemeinden von Steyr kooperieren in einem Projekt. Was ist konkret in Wolfern geplant?

Karl Mayr: SUK Stadtumlandkooperation – so heißt das neue Schlagwort. Ziel ist, gemeinsam mit Steyr, Sierning, Garsten, St. Ulrich, Aschach und Dietach noch mehr Lebensqualität zu bieten. Ein Thema ist die Schaffung von Schnellradwegen auch als Verbindungen für die Fahrt zur Arbeit. Gleichzeitig wird das Freizeitangebot erweitert und bereichert. Für Wolfern wurde eine schnelle Radwegverbindung Richtung Steyr projektiert. Geplant sind auch ein Fitnessparcours und Themenwege – begonnen wurde bereits mit einem Märchenweg in Zentrumsnähe.

Was schätzen Sie besonders an Ihrer Gemeinde?

Karl Mayr: Die gute Gemeinschaft, dass trotz der Stadtnähe der Dorfcharakter immer noch erhalten ist, die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen, den persönlichen Kontakt, die ausgezeichnete Struktur, die Landschaftspflege durch die Landwirte, die abwechslungsreiche Arbeit als Bürgermeister.


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