Leserbrief zum „Spaziergang für Friede, Freiheit und gegen Diktatur“

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Karin Novak Karin Novak, Tips Redaktion, 12.01.2021 07:46 Uhr

WAIDHOFEN/YBBS. Am Samstag, 9. Jänner 2021, wurde von Nicht-Waidhofner-Gruppierungen zum „Spaziergang für Frieden, Freiheit und gegen Diktatur“ in der Waidhofner Innenstadt geladen. Etwa 300 Demonstranten nahmen daran teil, um gegen die Corona-Maßnahmen friedlich zu demonstrieren. Dazu erreichte uns ein Leserbrief von Franz Kößl, seit einem Unfall gesundheitlich beeinträchtigt und somit Risikopatient, der zum Diskurs auffordert.

„Letzten Samstag wurde ich von einem besonderen Geschenk überrascht: Ich durfte mich im LK Waidhofen/Ybbs gegen das Coronara-Virus impfen lassen (DANKE an das Team und meine Hausärztin!). Es herrschte dort eine positive, fast feierliche Stimmung und ich wurde angesteckt mit der Freude auf eine baldige Rückkehr in ein soziales Leben. Die Begegnung mit Menschen ist für mich äußerst wertvoll und sie sollte wieder ohne Angst und erzwungene Distanz erfolgen können. Am Abend las ich dann über die zur selben Zeit in Waidhofen/Ybbs stattgefundene “Anti-Corona-Demo„ und die dabei aufgestellten Forderungen. Da Waidhofen derzeit im österreichischen Spitzenfeld bei den Ansteckungen liegt, war ich über die hohe TeilnehmerInnenzahl höchst verwundert und wurde nachdenklich.

Infektion wäre lebensbedrohlich

Deshalb möchte ich ein paar Sätze an Euch richten: Ich habe durch meine Lähmung keine weiteren Ressourcen beim Atmen, eine Infektion wäre für mich lebensbedrohlich. Die Freiheit, die ihr fordert, wird zu einem rücksichtslosen Egoismus, wenn sie nicht mit Verantwortung und Respekt den Mitmenschen gegenüber ausgelebt wird. Wenn wir friedlich und gut miteinander leben wollen, brauchen wir die Achtung anderer Bedürfnisse, was logischerweise unsere Handlungen einschränkt. Auf einem Transparent konnte ich das Wort “Diktatur„ im Zusammenhang mit den Maßnahmen gegen die Pandemie in Österreich lesen. Das empfinde ich als unbedacht oder sogar als Verhöhnung der Opfer und Widerstandskämpfer in tatsächlichen Diktaturen der Gegenwart und Vergangenheit. Die Äußerung seiner eigenen Meinung oder das Anderssein waren und sind dort mit Folter und Tod bedroht.

Bitte um Einhaltung der Maßnahmen

Wenn ihr Wahrheit fordert, dann suche ich gerne mit euch nach den vorläufigen “Wahrheiten„. Es ist nicht immer leicht, ein differenziertes Bild zu erhalten, doch das Streben nach Informationen von Experten und Expertinnen und seriösen Medien und der gegenseitige Diskurs lohnen sich. Was versteht ihr unter “Wahrheit und Freiheit?„ Ich fordere euch auf, mir persönlich eure Gedanken zu schreiben. Weiters bitte ich euch, dort Masken zu tragen, wo es notwendig ist – das ist wirklich leicht zumutbar. Wenn möglichst viele geimpft sind, dann können wir auch wieder unser wahres Gesicht zeigen, uns anlächeln und uns umarmen. Wenn wir wieder einmal für Menschlichkeit gegenüber den im Morast von Moria liegenden Flüchtlingen oder für eine lebenswerte Zukunft der Erde und aller ihrer Lebewesen auf die Straße gehen, dann seid ihr hoffentlich auch dabei.“ Franz Kößl, 3340 Waidhofen/Ybbs 

Meinungen, Gedanken, Austausch an

E-Mail: franz.koessl@posteo.at

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Kommentare

  1. Subhash
    Subhash04.02.2021 18:24 Uhr

    Nicht diskussionsbereit - Nur zur Information: Meiner Erfahrung nach ist Hr. Kössl nicht an einem Meinungsaustausch interessiert. Ich habe zwei Mal erfolglos versucht ihn per eMail zu kontaktieren.

  2. Johann
    Johann13.01.2021 11:00 Uhr

    ZeroCovid - Ärzte_innen und Wissenschaftler_innen fordern eine ZeroCovid-Strategie. Es ist jetzt wichtig, dass wir uns damit beschäftigen und diese Forderungen unterstützen, damit diese Pandemie schnell vorbei ist. Offener Brief and die Bundesregierung: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/offener-brief-an-die-bundesregierung-zerocovid internationale Wissenschaftler_innen: https://www.johnsnowmemo.com/ Europa-Strategie: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)32625-8/fulltext

    • Subhash20.01.2021 18:34 Uhr

      Totale Vernichtung? - Viren gibt’s schon ein bisserl länger als z.B. die WHO (World Hoax Organisation). In jedem Meerestropfen mehr als 10 Millionen. Nächsten Herbst kommen wieder neue. Sollen die dann auch ausgerottet werden? Klingt mir recht anmaßend. Ich für meinen Teil lasse mich lieber infizieren und so mein Immunsystem regelmäßig auffrischen. Wie schon über 60 Jahre vorher. Das ist der beste Schutz. Nicht bei jeder Herausforderung gegen die Natur, sondern mit der Natur.

      Pandemien sind übrigens dann vorbei, wenn die WHO das sagt. Die proklamieren sie ja auch. Die WHO hat die Deutungshoheit (wenn wir uns das gefallen lassen). Pandemien haben mit Viren recht wenig zu tun, eher mit Börsenkursen und Machtstrukturen.

      Ich kann auch nicht glauben, dass ein Ausrotten von Covid-Viren, nehmen wir einmal an, das sei überhaupt möglich – ist es natürlich nicht –, die nächste Pandemie verhindern würde. Natürlich nicht: Es wird flugs ein neuer Virus zum „tödlichsten” erkoren, ein neuer fadenscheiniger Test hervorgezaubert, die nächsten Mit-An-Toten gesammelt und ein neuer gentechnischer Eingriff (fälschlich „Impfstoff” genannt) verkauft. So lange man damit Profit machen kann, so lange sich die breite Masse das bieten lässt oder dazu gezwungen werden kann.

      Es handelt sich ja nicht um ein medizinisches Problem, sondern um ein politisches.

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