UBV startet Kampagne „#FragdenWirt“ und „#Schaudrauf“
WAIDHOFEN/YBBS. Anfang der Woche (4. Juli) startete der Unabhängige Bauernverband, kurz UBV, eine bundesweite Öffentlichkeitskampagne, an der sich auch der Kammerbezirk Waidhofen beteiligt.

Die Verantwortung für Umwelt, Klima und Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dies soll mit der Kampagne „#FragdenWirt“ beziehungsweise „#Schaudrauf“ in das Bewusstsein der Bürger gerückt werden.
Keine Kennzeichnungspflicht in der Gastronomie
Mit zahlreichen Auflagen und Gesetze wird in Österreich ein besonderes Augenmerk auf Umweltschutz und Tierwohl in der landwirtschaftlichen Erzeugung. Der Großteil der verwendeten Lebensmittel in der Hotellerie und Gastronomie stammt allerdings aus dem Ausland, was dem Konsumenten nicht bewusst ist, da es nicht gekennzeichnet ist. Dies sorgt beispielsweise dafür, dass sehr viele Kälber exportiert werden müssen, da es für zu höchsten Tierwohlstandards erzeugtes heimisches Kalbfleisch keinen kostendeckenden Absatz gibt. Die Bundesregierung hat bei der Gesetzesinitiative zur Herkunftskennzeichnung jedoch die Gastronomie ausgeklammert und verwehrt dem Konsumenten so die Transparenz.
Transparenz auf der Speisekarte
„Der Konsument muss aufgrund transparenter Kennzeichnung auf der Speisekarte und im Supermarkt selbst entscheiden können, was er isst. Vielen Bürgern ist bewusst, dass es eine Schieflage in der Landwirtschaft gibt. Die Hintergründe dazu wollen wir in das Bewusstsein der Konsumenten bringen. Vielen Bürgern ist nicht bewusst, dass ihr Handeln als Konsument Auswirkungen hat. Diese Lücke zwischen Bürger und Konsument wollen wir verkleinern“, so UBV-Landeskammerrat Hubert Buchinger.
Nachdenken über die Folgen des Konsumverhaltens
Der UBV will mit der Plakatkampagne den Konsumenten zum bewussten Nachdenken und Nachfragen motivieren. Daher fordern die bundesweit aufgestellten Tafeln mit den Hashtags #fragdenWirt und #schaudrauf, den Konsumenten ganau dazu auf. Im Bezirk Waidhofen sind bereits ebenfalls zahlreiche Tafeln zu sehen. Sie sollen den Konsumenten dazu anregen, über sein eigenes Konsumverhalten und die Folgen daraus nachzudenken. Einige Tafeln weisen daher auf Missstände hin, wie etwa auf die Tatsache, dass Käfighaltung zwar in Österreich verboten ist, in verarbeiteten Produkten oder in der Gastronomie aber teilweise importierte Käfigeier zum Einsatz kommen. Denn in verarbeiteten Produkten und der Gastronomie muss die Haltungsform nicht gekennzeichnet werden.
Kampagne auch auf Social Media
Die Tafeln werden von einer Kampagne unter identischen Hashtags in den sozialen Medien begleitet. In kurzen Videosequenzen werden die Verbraucher dabei direkt angesprochen und aufgefordert, sich zu beteiligen. Auch über die Hintergründe jeder Tafel wird aufgeklärt. Die Videos sind auf den Facebookseiten des UBV zu finden.


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