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SCHLOSS ROSENAU. Die „Buchenleser“ werden mit ihrer ersten großen Veranstaltung im September, dem Wald.Lesungs.Viertel 2016, die Waldviertler Kulturszene gehörig aufmischen – sie wollen die Region auch für Außenstehende greifbar machen. Denn ihrer Meinung nach hat unsere Gegend einen Imagewandel dringend notwendig. Tips hat sich mit den Vereinsmitgliedern Marlene und Stephanie unterhalten.

Foto: Waldlesungsviertel
Foto: Waldlesungsviertel

„Nach einer langen Zeit in Wien bin ich wieder nach Zwettl gekommen, und da stach mir bei einem Spaziergang die Landschaft total ins Auge, mein Gedanke – schade, dass man das nicht für alle greifbar machen kann, die tollen Wanderwege und die einzigartige Natur“, erzählt Marlene, die Initiatorin des Vereins „Buchenleser“. Am Tag zuvor sah sie einen Tatort mit Schauplatz Waldviertel, wo die Menschen als echte „Urbauern“ dargestellt wurden. „Oft wird man in jene Schublade gesteckt, dass wir hier noch kulturell am Stein sitzen“, ärgert sich Stephanie. Und genau jenes Image möchte der Verein ein wenig aufpolieren, denn hier tue sich viel und das sei einfach nur ein falscher Blickwinkel, sind die beiden überzeugt. Gesagt, getan. Ein erstes Konzept für ein kulturelles Festival war schnell geschmiedet, Marlene konnte in Windeseile Stephanie sowie weitere Waldviertler Freunde rund um Rappottenstein und Schloss Rosenau für die Idee begeistern, im November 2015 erfolgte die Vereinsgründung.

Die „Buchenleser“

Die „Buchenleser“, das sind heute zehn junge Menschen, zwischen 20 und 26 Jahren, allesamt Studenten mit verschiedensten Interessen. Was sie jedoch alle teilen, ist ihre Leidenschaft für Literatur und Kultur, Bücherwürmer sozusagen. So verwundert es auch nicht, dass das gute alte Buch dem eBook vorgezogen wird, „es ist einfach ein anderes Gefühl ein Buch in der Hand zu haben, viel schöner“, schwärmt Stephanie.

Wald.Lesungs.Viertel

Von 16. bis 18. September geht nun das erste Wald.Lesungs.Viertel über die Bühne. Ein dreitägiges Festival, das an verschiedenen Locations, bevorzugt draußen in der Natur, stattfindet. „Wir freuen uns sehr dass wir dafür namhafte Autoren gewinnen konnten, darunter Milena Michiko Flasar oder Thomas Sautner“, erzählt Marlene stolz. Laut derzeitigem Stand sollten die Autoren bei allen Programmpunkten anwesend sein. Angefangen von Attila Boa, der am Freitag, 16. September (19.30 Uhr, Eintritt frei) im urigen Ambiente der Fürstschmiede im Zwettltal liest, begleitet vom jungen Liederschreiber Valentin Lichtenberger. Bei Wein und Brot kann diese Hoflesung genossen werden! Eine Waldlesung am Samstag, 17. September (13 Uhr, Start beim Sonnenbad – Kamptalstraße, Eintritt frei) bildet ein weiteres Herzstück des Festivals. Von Zwettl führt eine kleine Runde durch den Wald des Kamptals. An den Stopps lesen Peter Reutterer und Thomas Sautner aus ihren Werken, Geschichten über Erdiges und Waldiges. Begleitet werden sie von der mindestens genauso erdigen Musik von Woilach. Während des Spaziergangs gibt es waldpädagogische Betreuung für Kinder, Sitzmöglichkeiten als auch Verpflegung werden geboten.“Was uns natürlich ein wenig zittern lässt, ist das Wetter, wir könnten im Notfall auch auf den großen Sitzungssaal der Stadtgemeinde Zwettl ausweichen“, so Marlene.

Krönender Abschluss des Festivals ist der große Literaturbrunch am Sonntag, 18. September (ab 10 Uhr, Zisterzienserstift Zwettl, Tickets von 15 bis 28 Euro). Die bereits mehrfach ausgezeichnete Milena Michiko Flasar liest und wechselt sich ab mit den erstklassigen Klängen des Ensembles Satuo. Dazwischen gibt es kulinarische Köstlichkeiten aus dem Waldviertel in der Orangerie des Stift Zwettl. Hier ist aufgrund der begrenzten Zahl eine Voranmeldung notwendig.

Und was bedeutet das Waldviertel für die beiden? „Entspannung“, sind sie sich einig. „Viele meiner Wiener Freunde haben keinen solch wunderschönen Zufluchtsort am Wochenende, ich empfinde das als großes Privileg“, erzählt Marlene abschließend stolz.

Kontakt: http://www.waldlesungsviertel.at kontakt@waldlesungsviertel.at


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