Lange Nacht der Wirtschaft: warum 150 Millisekunden entscheiden
ZWETTL. Wie man in 150 Millisekunden einen tollen ersten Eindruck hinterlässt? Das erfuhr man bei der „Langen Nacht der Wirtschaft“ am 7. Juni in Zwettl. Bereits zum 10. Mal wurde in allen Bezirks- und Außenstellen der Wirtschaftskammer NÖ zum „Vernetzen“ eingeladen.

„Miteinander ins Gespräch zu kommen, das ist selbst in Zeiten der Digitalisierung sehr wichtig“, eröffnete WK-Bezirksobmann Dieter Holzer den Abend. Und genau das stand auch im Mittelpunkt dieser „Langen Nacht“: das gegenseitige Kennenlernen sowie die Vernetzung der Gewerbetreibenden untereinander. „Tun Sie das, sprechen Sie mit uns“, forderte Holzer ebenso die Betriebe auf, bei Fragen jederzeit auf die Wirtschaftskammer, die Servicestelle für rund 3000 Unternehmer im Bezirk, zuzukommen.
„Sie wirken besser als Sie denken“
„Unternehmern müssen bei den verschiedensten Anlässen sicher und kompetent auftreten“, so Holzer. Wie dies gelingen kann, veranschaulichte Kommunikations- und Persönlichkeitstrainerin Susanna Fink in einem lebendigen Vortrag. „Sie wirken besser als Sie denken“, beruhigt die Expertin die Gäste gleich zu Beginn. „Aber wir denken zu wenig über unsere Wirkung nach“, fügte sie hinzu.
Das Image: die persönliche Visitenkarte
Wie man die persönliche Visitenkarte, also das Image, bestmöglich nach außen präsentiert, führte sie dem Publikum vor Augen. In nur 150 Millisekunden hat sich unser Gegenüber bereits einen ersten Eindruck gebildet. Die Zeitspanne sei in etwa „mit einem Wimpernschlag zu vergleichen“.
Dabei hinterlassen wir überwältigende 60 Prozent alleine durch unsere Optik, 33 Prozent durch die Tatsache, wie ich etwas sage und nur läppische sieben Prozent macht der Inhalt des Gesagten aus.
Ein langsames ruhiges Sprechtempo, eine natürliche Stimmlage, ein fester Händedruck, ein guter Augenkontakt und eine aufrechte Körperhaltung sind Ausdruck einer guten persönlichen Visitenkarte.
Smalltalk und Königinnenhaltung
Gemeinsam mit dem Publikum wurde die „Königinnenhaltung“ ausprobiert, die natürliche Stimmlage erforscht oder das Mundwerkzeug aufgewärmt. Tipps für den anfänglichen Smalltalk oder für die Business-Etikette gab es oben drauf. Sogar das richtige Übergeben der eigenen Visitenkarte veranschaulichte Susanna Fink trefflich.
Im Anschluss konnte das eben Gelernte sogleich in die Tat umgesetzt werden. Bei musikalischer Klavierbegleitung von Erich Rupp und köstlichen Schmankerl vom Gasthaus Bauer (Grafenschlag) fiel das Vernetzen und Austauschen umso leichter.


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