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Trotz Wetterkapriolen: Zwettler freut sich über zufriedenstellende Braugerstenernte

Katharina Vogl, 17.08.2018 11:44

ZWETTL. Während die geringe Gerstenernte den Salzburger Brauereien Kopfzerbrechen bereitet, freut man sich im Waldviertel über eine zufriedenstellende Ernte – und das trotz Wetterkapriolen. Zwettler Bier verarbeitet heuer rund 1.600 Tonnen Waldviertler Braugerste, die fast ausschließlich im Bezirk Waidhofen/Thaya gedeiht.

Braumeister Heinz Wasner, Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl und Alfred Sturm, Obmann der Erzeugergemeinschaft Edelkorn; Foto: Privatbrauerei Zwettl

Das Waldviertel erweist sich auch im Sommer der Hitzerekorde für Braugerste als stabil: „Trotz herausfordernder klimatischer Bedingungen konnten unsere Partnerlandwirte eine zufriedenstellende Gerstenernte einbringen“, weiß Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl, zu berichten.

Gerade im heurigen Erntejahr eine positive Nachricht. Im „Bierviertel“ Waldviertel ernteten mehr als 100 Landwirte auf rund 500 Hektar Fläche die zweizeilige Sommergerste der Sorte „Zarasa“, die zum Brauen der Zwettler Bierspezialitäten verwendet wird. Seit vielen Jahren kooperiert die Privatbrauerei Zwettl mit der heimischen Erzeugergemeinschaft Edelkorn, zu der sich aktuell 450 Landwirte der Region bekennen.

Gerstenernte 2018 im Waldviertel

Der Anbau und die Ernte der Waldviertler Braugerste erfolgt mittlerweile nahezu ausschließlich im Bezirk Waidhofen, der sich – so die Experten – aufgrund der Böden und der Witterung „sehr gut dafür eignet.“ Das warme und vor allem milde Klima im Frühjahr war im Anbaugebiet Waidhofen an der Thaya entscheidend für das rasche Wachstum der Braugerste.

„Dass unsere Gerste nun eine gute Qualität aufweist, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass nach trockenen Monaten letztendlich noch rechtzeitig der benötigte Regen in ausreichender Menge fiel“, weiß Alfred Sturm, Obmann der Erzeugergemeinschaft Edelkorn. „Die heurige Braugerstenernte ist als durchaus gut zu bezeichnen und liegt im langjährigen Schnitt.“

Braugerste liebt das Waldviertel

Nicht nur Hitzegeplagte mögen das Waldviertel – auch ausgewählte Braugerstensorten fühlen sich auf dem Boden des Waldviertler Hochlandes vor allem im Bezirk Waidhofen an der Thaya besonders wohl. Sie brauchen im Vergleich zu anderen Anbaugebieten zwar etwas länger bis zur Reife, quittieren dies aber mit schöner Kompaktheit und besonderer Güte.

Verarbeitung von 1600 Tonnen an Braugerste

Heuer verarbeitet die Privatbrauerei Zwettl rund 1.600 Tonnen Waldviertler Braugerste. „Die entscheidenden Voraussetzungen für die Verarbeitung von guter Braugerste sind ein hoher Anteil an Stärke, wenig Eiweiß und eine gute Keimfähigkeit“, so Schwarz zum Qualitätsanspruch.

Mit quellfrischem Urgesteinswasser, Waldviertler Aromahopfen und heimischer Braugerste werden zum überwiegenden Teil regionale Zutaten verwendet.


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