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ZWETTL. Im Rahmen eines Pressegespräches ließen die Grünen Zwettl die vergangene Gemeinderatssitzung Revue passieren. Im Mittelpunkt stand der dringende Appell, dass auch in der Stadtgemeinde Zwettl, der Klimaschutz aktiv angegangen werden müsse.

Silvia Moser, Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete; Foto: Die Grünen
Silvia Moser, Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete; Foto: Die Grünen

Als am 11. Dezember im Zuge der Gemeinderatssitzung in Zwettl das Budget sowie der Finanzplan der nächsten Jahre vorgestellt wurde, meldete sich die „grüne“ Gemeinderätin Silvia Moser mit einer Rede zu Wort, die neben dem Schuldenstand von 22 Millionen vor allem die „Klimakatastrophe“ thematisierte. So sei es nicht fünf vor zwölf, nicht eins vor zwölf, nein man sei auf dem Scheidepunkt.

Angesichts der Hitzetage werde es zunehmend wichtiger, natürlichen Schatten hereinzuholen, Grün in die Stadt zu bringen. Ein weiterer Fakt: die Niederschläge gehen zurück und Trinkwasser wird immer kostbarer, der Zukauf von Wasser – ebenso ein Kostenfaktor – sei in der Gemeinde extrem gestiegen. „Auch im kommunalen Bereich müssen wir Regenwassersammelbehälter stark forcieren, wir können es uns nicht mehr leisten, wertvolles Trinkwasser für das WC zu benutzen“, fordert Moser auch regionale Maßnahmen.

Der neue Umbau des Stadtamtes „ohne Klimaschutzmaßnahmen“ - wie einer effizienten Dämmung oder einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung - ist der grünen Gemeinderätin ein Dorn im Auge. Zudem wären in den Büros die Heizkörper mit Kästen und Schreibtischen verbaut.

„Vermissen Klimaschutzbudget für Zwettl“

Moser vermisse generell ein zukunftsfähiges, energieeffizientes Gestalten in der Stadtgemeinde. Dazu zähle ihrer Meinung nach Bio, thermische Sanierungen oder Photovoltaik zu forcieren, Regenwassersammeltanks für jedes öffentliche und private Gebäude zu ermöglichen, Radwegenetze zu schaffen oder auch als Vorreiter im Sinne einer „plastikfreien Gemeinde“ voranzugehen. „Die Styroporbecher am Adventmarkt könnten durch schöne Zwettl-Häferl ersetzt werden“, so etwa ein Vorschlag.

„Es muss nur der Wille mitgebracht werden, wir müssen Bewusstsein schaffen, denn die Klimakatastrophe ist nicht mehr abzustreiten“, so Silvia Moser, die im Namen der Grünen Zwettl ein Klimaschutzbudget für Zwettl vermisst.

Klimavolksbegehren in Arbeit

Zum Abschluss des Pressegespräches wurde noch auf das Klimavolksbegehren, das zwar von der Klubobfrau der Grünen Helga Krismer initiiert, aber privat getragen wird, verwiesen. Aktuell werden die Forderungen des Volksbegehrens erarbeitet.

Interessierte können sich mit ihren Vorstellungen unter www.klimavolksbegehren.at einbringen.


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