Neujahrsempfang: Fünf neue Ehrenzeichenträger für Zwettl
ZWETTL. Fünf neue Ehrenzeichenträger standen auch heuer wieder im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, zu dem Bürgermeister Franz Mold (VP) am 11. Jänner in den Zwettler Stadtsaal lud. Was 2008 unter Bürgermeister Herbert Prinz als liebgewordene Tradition ins Leben gerufen wurde, fand auch 2019 seine Fortsetzung.

Im Zuge einer umfassenden Multimediapräsentation blickte Bürgermeister Franz Mold gemeinsam mit seinen Gästen auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück, das nicht zuletzt geprägt war vom Wechsel in der Gemeindeführung. „Ich habe mein Amt in Demut und mit Respekt angenommen und werde es mit voller Kraft und zum Wohl der Bürger ausüben“, betonte der neue Gemeindechef Mold eingangs. Einmal mehr unterstrich er das Miteinander, das ihm sehr am Herzen liege – ob die Zusammenarbeit der einzelnen Parteien, jene von Stadt und Land oder die der 120 Vereine.
Ausblick auf 2019
Im kommenden Jahr im Fokus werden neben Investitionen in Kindergärten auch der Betrieb und Erhaltung der Volksschul-Standorte sowie ein zusätzlicher Turnsaalbau in der Sportmittelschule Zwettl im Mittelpunkt stehen. Denn „die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt in den Klassenzimmern“, ist Mold überzeugt.
Rund um die IT-HTL in Zwettl, einer Zweigstelle der HTL Krems, wurde nun ein Ansuchen für ein berufsbegleitendes Kolleg für Erwachsene gestellt – nicht zuletzt begründet durch den österreichweiten Mangel an IT-Fachkräften, so Mold. Er bezeichnet den Neubau der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in Zwettl als „Meilenstein für die Schulstadt“.
Wettbewerb für Entwicklung der Innenstadt
Was die Wirtschaft betrifft, ist dem Bürgermeister die Entwicklung der Innenstadt ein zentrales Anliegen, welche man mit einem kommenden Wettbewerb kräftig vorantreiben wolle, verrät Mold. Ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt stehe ebenso vor der Tür, dazu werde es im Frühjahr die erste Diskussionsveranstaltung geben.
Der Straßenausbau mit einer Park & Drive Anlage im Bereich der Kremser Straße wird ebenso im Fokus stehen wie der weitere Breitbandausbau.
Mehr Wohnungen für die Innenstadt
Den Gemeindebürgern attraktiven Wohnraum in der Gemeinde mittels Bauplätzen zu bieten wird weiterhin Thema sein, vor allem Wohnungen in der Innenstadt zu vermitteln, steht auf der To-Do-Liste des Gemeindechefs. „Mittlerweile leben dort sehr wenig Menschen“, meint Mold und begrüßt ein WAV-Projekt, das vor der Umsetzung stehe und etwa 50 Wohnungen – in erster Linie für Jungfamilien – bereitstellen soll.
Fünf neue Ehrenzeichenträger
Das Ehrenzeichen für „Sport“ erhielt Andreas Bolomsky, der sich seit 25 Jahren ganz dem Hundesport verschrieben hat und auch die Funktion des Obmannes des Hundesportvereins Waldviertel Mitte innehat.
Nicht zuletzt aufgrund ihrer Verdienste beim Roten Kreuz freute sich Maria Schießwald über die Auszeichnung im Bereich „Soziales“. „Seit Jahren prägt sie ihre innere soziale Ader“ sowie „ihre tiefe Überzeugung, kranken und behinderten Menschen zu helfen“, so Gesundheitsstadtrat Primar Manfred Weissinger (VP) in seiner Laudatio.
Als Wertschätzung für 48 Jahre im Feuerwehrwesen, unter anderem auch als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Marbach am Walde, wurde Hauptbrandinspektor (HBI) Franz Rössl ebenso mit dem Ehrenzeichen für Soziales gedankt.
Waldviertler Handwerkskunst ist in der Florianigasse in Zwettl zu finden – dort sorgt Schuhmacher Johann Rabl dafür, dass „der Schuh nicht drückt“. 1990 übernahm er das Geschäft von seinem Vater, heute freuen sich Kunden bis nach Kanada über das exklusive Service. Unternehmer Johann Rabl erhielt das Ehrenzeichen im Bereich „Wirtschaft“.
Nicht zuletzt konnte Elisabeth Mittendorfer, die federführend für die Gründung der beiden Vereine „SteinKunst und Co“ (2009) sowie für die „Flotte Lotte“ (2015) verantwortlich zeichnete, das Ehrenzeichen für Kultur entgegennehmen.
„Bringen sich mehr ein, als sie müssten“
Im Rahmen der Grußworte betonte Bezirkshauptmann Michael Widermann, dass so manche gesellschaftliche Defizite durch ebensolche Menschen, die sich mehr einbringen, als sie müssten, ausgeglichen werden.
Im Bereich Ehrenamt „an der Weltspitze“
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP) zeigte sich noch immer beeindruckt von der „burgtheaterähnlichen Verbeugung“, die Unternehmer Johann Rabl beim Erhalt seines Ehrenzeichens hinlegte. Er sprach in Tagen wie diesen vor allem den Einsatzkräften ein Danke aus, die gerade versuchen, die Schneemassen in den Griff zu bekommen. „Im Bereich der Freiwilligkeit und des Zusammenhalts sind wir mit Sicherheit an der Weltspitze“, so Pernkopf stolz.
Das Ensemble der Regionalmusikschule Waldviertel Mitte - bestehend aus der Sängerin Claudia Müller, Alexander Kastner, Harald Hauer, Ambros Pabisch an den Trompeten und David Hojer am Klavier - gab der Veranstaltung den würdigen musikalischen Rahmen.
Bürgermeister Franz Mold sprach abschließend die Einladung zum nächstjährigen Neujahrsempfang am 10. Jänner 2020 aus, bevor der Empfang bei einem Imbiss im Foyer seinen gemütlichen Ausklang fand.


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