Rückgang der Arbeitslosigkeit auch zu Jahresende
BEZIRK ZWETTL. Im Dezember hat zwar die saisonale Arbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl Einzug gehalten, der saisonbedingte Anstieg fällt jedoch wesentlich geringer aus als im Vorjahr. Insgesamt waren Ende Dezember 1.195 Personen (378 Frauen, 817 Männer) beim Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl arbeitslos vorgemerkt.

Das sind verglichen mit dem Vorjahr um 119 Betroffene (oder minus 9,1 Prozent) weniger. „Die Dezember-Arbeitslosigkeit liegt sehr deutlich unter dem Wert des Vorjahres und ist so gering wie seit vielen Jahren nicht mehr. Man muss schon bis ins Statistik-Archiv des Jahres 2000 zurückblicken, um eine noch niedrige Anzahl von Jobsuchenden zu finden: Damals waren im Bezirk Zwettl 1.165 Personen arbeitslos gemeldet“, kommentiert Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer die aktuellen Daten. Die günstige Entwicklung führt er zum einen auf die gute Auftragslage der Unternehmen und zum anderen auf die milden Witterungsverhältnisse zurück. Von den saisonabhängigen Unternehmen wurden jedenfalls bislang deutlich weniger Stammkräfte freigesetzt als in den Jahren davor. Viele Dienstverhältnisse werden über den Winter durchgehend laufen beziehungsweise für nur kurze Zeit unterbrochen.
Langzeitarbeitslosigkeit rückläufig, bleibt aber trotzdem im Fokus
Insgesamt sind im letzten Monat 654 Personen in das Vormerkregister des AMS Zwettl zugegangen, während 153 wieder ausgeschieden sind. Davon konnten 64 eine Beschäftigung aufnehmen, sieben haben mit Unterstützung des AMS eine Ausbildung gestartet und in 82 Fällen wurde die Vormerkung aus sonstigen Gründen (Krankenstand, Wochenhilfe, Meldeversäumnis et cetera beendet. „Der Anteil an langzeitarbeitslosen Jobsuchenden weist zwar eine rückläufige Tendenz auf, ist aber noch immer relativ hoch (91 Personen). Unser besonders Augenmerk gilt somit jenen Personen, die aus unterschiedlichen Gründen große Hürden beim beruflichen Wiedereinstieg haben und langzeitarbeitslos werden. Daher wird das AMS für diese Kunden das Förderangebot heuer nochmals ausweiten, um ein Abgleiten in die dauerhafte Arbeitslosigkeit zu verhindern“, erklärt Steinbauer.


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