AMS: Niedrigste Jänner-Arbeitslosigkeit seit 1981
BEZIRK ZWETTL. Saisonbedingt ist im letzten Monat die Arbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl gegenüber Dezember um 306 Personen angestiegen. Die Zahl der im Jänner beim Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl arbeitslosen Personen liegt bei 1.501, (403 Frauen und 1.098 Männer). Das ist um -147 oder -8,9 Prozent niedriger als im Jänner 2019 und der niedrigste Jännerwert seit dem Jahr 1981.

Inklusive Schulungen beträgt der Rückgang gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres -8,4 Prozent. „Trotz Konjunkturabschwächung verfügen viele Unternehmen über gut gefüllte Auftragsbücher und die Witterung ist auch alles andere als streng winterlich, sodass auf Baustellen teilweise durchgearbeitet werden kann und deutlich weniger Stammkräfte freigesetzt wurden als in den Jahren davor“, erklärt Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer. Im vergangen Monat sind beim AMS Zwettl insgesamt 609 Personen in die Arbeitslosigkeit zugegangen, um 5 weniger als im Jänner des Vorjahres. 364 Jobsuchende sind aus dem AMS-Register ausgeschieden. Davon konnten 217 eine Beschäftigung aufnehmen, 32 sind in eine Schulung eingetreten und in 115 Fällen wurde die Vormerkung aus sonstigen Gründen (Krankheit, Wochenhilfe, Meldeversäumnis etc.) beendet.
Fachkräfte weiterhin gesucht
Die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften hält weiterhin ungebrochen an. „Im Bezirk Zwettl gab es beim Stellenzugang kein ´Jännerloch´. „Viele Unternehmen suchen sogar noch zusätzliches Personal. Im Vormonat wurden dem AMS Zwettl von Betrieben 231 offene Stellen und 65 Lehrstellen gemeldet“, berichtet Steinbauer. Nicht immer sind beim AMS dem Anforderungsprofil entsprechende Personen vorgemerkt. Besonders in den Bereichen Gastronomie und Pflege und in handwerklich-technischen Berufen fehlt es an qualifizierten Fachkräften, sodass manche Stelle nur schwer zu besetzen ist. Spezielle Ausbildungsprogramme sollen dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. „Aus unserer Sicht ist es jedenfalls sehr wichtig, dass Jobangebote beim AMS gemeldet werden und somit für Transparenz am Arbeitsmarkt gesorgt wird. Möglicherweise nutzen ja Waldviertler, die irgendwann aus beruflichen Gründen abgewandert sind, die Gelegenheit wieder in ihrer Heimat jobmäßig neu durchzustarten, wenn sie auf der größten Internet-Jobplattform Österreichs - dem eJobroom des AMS - auf ein passendes Angebot stoßen“, betont Steinbauer.


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