Buch über 90 Jahre Urnenhain geschrieben
ZWETTL an der RODL/LINZ. Der Heimatforscher Johann Danner aus Zwettl an der Rodl hat ein Buch über den Urnenhain in Urfahr geschrieben.

Das Buch mit dem Titel „Urnenhain – Park der Erinnerung“ erzählt von der Geschichte der Feuerbestattung und der Geschichte des Urnenhains Urfahr. Mit vielen Bildern geschmückt gibt es einen Einblick in die Stätte des Trauerns. Danner war selbst Mitarbeiter im Urnenhain, zuerst als Wächter, später als Arrangeur. „Ich habe bereits mehrere Familienchroniken und Dokumentationen historischer Ereignisse geschrieben. Durch meine Arbeit im Urnenhain wurde mein Interesse an der Geschichte der Feuerbestattung geweckt, die in manchen Teilen der Welt bis ins siebte Jahrhundert vor Christus zurückgeht“, sagt Danner.
Bau war stark umstritten
1925 wurde das Urfahraner Wäldchen von der Stadt für die Feuerbestattungsanlage zur Verfügung gestellt. Ein Jahr später wurde der Urnenhain eröffnet, 1929 erfolgte die erste Einäscherung. „Die katholische Kirche hat anfangs stark gegen den Bau eines Krematoriums polemisiert. Der Bau von Krematorien war stark umstritten.“ Danner schreibt auch über den Verein „Die Flamme“, der sich stark für die Feuerbestattung einsetzte. Die alte Feuerhalle in Urfahr wurde nach den Plänen des Architekten Julius Schulte gebaut. „Interessant fand ich auch die Rolle des Urnenhains in der Kriegs- und Nachkriegszeit.“ Im Buch kommen auch Mitarbeiter des Urnenhains und Ehrengräber, wie beispielsweise jene der ehemaligen Linzer Bürgermeister Josef Dametz, Edmund Aigner oder Ernst Koref vor.


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