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ZWETTL AN DER RODL. Eine Arbeitsgruppe hat es sich in Zwettl zum Ziel gemacht, dem massiven Verkehrsandrang etwas entgegenzusetzen. Nun soll ein Verkehrsplanungsbüro helfen, entsprechende Lösungen für den Ort zu finden.

Der Durchzugsverkehr, damit verbundene Sicherheitsrisiken sowie der andauernde Lärm belasten die Zwettler Bevölkerung. Foto: Rainer Lenzenweger

Es ist eine Zahl, die man sich – wenn man den Ortskern von Zwettl an der Rodl kennt – zunächst gar nicht vorstellen kann: 10.000 Kraftfahrzeuge fahren tagtäglich durch das Ortsgebiet. Für die Bevölkerung eine Belastung, nicht nur aufgrund der Menge des Durchzugsverkehrs, sondern auch aufgrund des Lärms. All das hat die Bürger aktiv werden lassen.

Ideen erarbeitet

So hat sich aus dem „Agenda 21“-Prozess bereits im Herbst 2018 eine Arbeitsgruppe gebildet, in der sowohl Bürger als auch Gemeinderäte aus allen Fraktionen beteiligt sind. Gemeinsam wurden verkehrsberuhigende Maßnahmen erarbeitet, die das Ziel verfolgen, mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen und die Lebensqualität der Zwettler wieder zu steigern.

Problemstellen finden

In einem ersten Schritt hieß das zunächst, die genauen Problemstellen im Ort aufzuspüren. In einem weiteren Schritt gab es Diskussionen mit Experten über etwaige Verbesserungsmöglichkeiten. Behandelt wurden dabei etwa Themenpunkte, wie man Durchzugsstraßen entschärfen könne, Lärm verringern und Radfahrer und Fußgänger sicherer unterwegs sein können. Dass zur Erarbeitung von Lösungsvorschlägen auch ein Verkehrsplanungsbüro – konkret die Firma Komobile – beauftragt wurde, erklärt Rainer Lenzenweger (Grüne) aus Zwettl gegenüber Tips auch damit, dass man in der Vergangenheit bei der Bezirkshauptmannschaft mit Vorschlägen immer wieder auf Ablehnung gestoßen sei. Laut der Aussendung der Arbeitsgruppe sei es übrigens das Ziel, noch in diesem Jahr ein Konzept für eine 30 km/h-Beschränkung in Siedlungsstraßen sowie für die beiden Landesstraßen ein Maßnahmenpaket zur Verkehrsberuhigung zu erstellen. Dies soll dann im Gemeinderat beschlossen und der Bezirkshauptmannschaft vorgelegt werden.

Begehung mit Komobile

Um eine optimale Abstimmung zwischen der beauftragen Firma und der Gemeinde zu erzielen, wurde Ende September eine Begehung durchgeführt, bei der unter anderem auch der Bürgermeister mit dabei war und bei der die betroffenen Straßenabschnitte begutachtet wurden. „Denn es soll nicht nur über die mögliche Verbesserung der Verkehrssituation diskutiert werden. Es geht darum, durch praktische Maßnahmen die reale Lebenswelt der hier wohnenden Menschen zu verbessern“, sagt Simone Hinterhölzl-Tumfart, eine der mitengagierten Bürger. 

Ergebnisse erst im November

Bei der Begehung mit dabei war auch Herbert Enzenhofer (SPÖ). Dieser kennt die Problematik mit dem massiven Verkehrsaufkommen, gegen die man seit Jahren ankämpfen würde. Enzenhofer betont aber, dass es momentan nur einen Auftrag an Komobile, aber noch keine umgesetzten Punkte gäbe. Erst im November soll es erste Ergebnisse und Ratschläge von dem Planungsbüro geben. Vor allem was die 30er-Zone angeht, hat dieser bei einigen Siedlungsstraßen Bedenken: „Wir haben uns als Beispiel Kronstorf angesehen, sind aber nicht überzeugt, ob das alles 1:1 ins Mühlviertel übertragbar ist. Wir haben in Zwettl sehr viele Pendler und keine Umfahrung wie in Kronstorf. Daher auch die Hoffnung und der Auftrag an die Verkehrsplanung uns Möglichkeiten aufzuzeigen.“


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