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ZWETTL AN DER RODL. In einer einstimmig beschlossenen Stellungnahme lehnte der Zwettler Gemeinderat vor Kurzem ein Projekt des Landes Oberösterreich ab, im Süden der Gemeinde eine Umfahrung in Richtung Oberneukirchen zu planen.

An dieser Stelle plant das Land Oberösterreich eine Verbindungsstraße von der Leonfeldner Straße (B126) quer über das Rodltal zur Waxenbergerstraße. Foto: Gemeinde Zwettl

„Massive und unverträgliche Eingriffe in die Natur, negative Auswirkungen auf das Ortsbild und die Nahversorgung im Ort, hohe Lärmausbreitung, eine zu geringe Verlagerung des Verkehrs und überhaupt nur vernachlässigbare Vorteile durch den Straßenbau sprechen gegen die vom Land Oberösterreich propagierte Umfahrungsvariante“, heißt es in der Stellungnahme der Gemeinde Zwettl. Die geplante Verbindungsstraße quer über das Rodltal war ursprünglich Teil einer vom Land OÖ untersuchten Westumfahrung der Leonfeldner Straße (B126) in Richtung Bad Leonfelden und ist nun Teil eines Gesamtverkehrsmodells für Zwettl.

Variante „Sturmkanal“ ebefalls ausgeschieden

„Die genannten Argumente gegen diesen Teil der Ortsumfahrung treffen im Übrigen genauso auf die Umfahrungsvarianten im Osten des Marktes zu“, kritisiert Renate Schernhorst, Gemeinderätin der Grünen Zwettl. Bis Herbst 2016 möchte das Land Oberösterreich die übrig gebliebenen Umfahrungsvarianten ausarbeiten. Jene am weitesten über das Sonnberger Gemeindegebiet führende Variante mit einer Anschlussstelle beim sogenannten Sturmkanal wurde ebenfalls ausgeschieden. Ausschlaggebend waren hier der Landschaftsschutz und die hohen Baukosten. „Alle vom Land Oberösterreich bevorzugten Varianten bringen laut Korridoruntersuchung bei großen Umwelteingriffen im höchsten Fall eine Verkehrsverlagerung von maximal 45 Prozent. Die zusätzlichen Lärm- und Umweltbelastungen sind noch völlig ungeprüft und der Individualverkehr wird durch eine Umfahrung noch zusätzlich gefördert“, sagt Schernhorst. Vielmehr müsse man wieder den öffentlichen Verkehr sowie regionale Arbeitsplätze und Güterwege fördern, fordert die Gemeinderätin.


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