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Leserartikel Eva Leutgeb, 22.12.2020 10:37

STIFT ZWETTL. Mehr als 7.000 Objekte von zwölf Museen sind nun im DIP-Katalog (DIP) des Museumsmanagement Niederösterreich auf www.noemuseen.at/dipkatalognoemuseen zu bestaunen. Mit der Anbindung dieser Online-Sammlung an Kulturpool Austria, dem zentralen Übersichts- und Suchportal des digitalisierten österreichischen Kulturerbes, werden diese Kulturschätze einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neu im DIP-Katalog enthalten ist auch die Sammlung des Zisterzienserstifts Zwettl.

Ein Jubiläumsornat aus Baumwolle, Gold, Metallfaden, Seide und Silber aus der Schatzkammer des Stiftes Zwettl, um 1900 entstanden; Foto: Museumsmanagement NÖ

Die Stadt-, Stifts- und Regionalmuseen sind ein prägender Teil für das kulturelle Bewusstsein Niederösterreichs. Sie beherbergen ein unermessliches Wissen zur Geschichte und den Besonderheiten des Landes und seiner Regionen. Basis dieser Museen sind ihre Sammlungen, die nun im „digitalen Museumsraum“ für alle Interessierten zu besichtigen sind. Im DIP-Katalog (DIP) des Museumsmanagement Niederösterreich, der im Rahmen des Interreg-Projekts Heritage SK-AT entstand, sind kürzlich 6.293 neue Objekte von sieben weiteren Museen sowie 13 neue Objekte einer Privatsammlung in der Slowakei online gestellt worden. Die Bandbreite der musealen Objekte erstreckt sich von exotischen Muscheltieren über festliche Kleidungsstücke bis hin zu wertvollen Uhren, die auf DIPkatalog.noemuseen.at abgerufen werden können. Neu hinzugekommen sind nun Stift Neukloster, Zisterzienserstift Zwettl, Museum Horn, Kaiser Franz Josef Museum Baden, Brot- und Mühlenmuseum Gloggnitz, Museum Alte Textilfabrik, Südmährisches Heimatmuseum Thayaland und die Sammlung Mária Hanúsková. Besonders wichtige Meilensteine sind die kürzlich erfolgte Verknüpfung dieser Objekte mit dem Kulturpool Austria, dem zentralen Portal des digitalisierten österreichischen Kulturerbes, sowie ab 2021 an die europäische Plattform Europeana, die das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Europas präsentiert.

Zisterzienserstift Zwettl

Das Stift besteht seit seiner Gründung im Jahr 1138 ohne Unterbrechung und ist das drittälteste Zisterzienserkloster weltweit. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Barockisierung der Anlage, wobei die Stiftsbibliothek mit farbenprächtigen Deckenfresken des Malers Paul Troger ausgestattet wurde. In den Sammlungen finden sich neben einer großen Auswahl von rund 1.400 Paramenten in Form von liturgischen Gewändern und Insignien bis hin zu Textilien zur Ausstattung des gottesdienstlichen Raumes auch viele weitgehend profane Gegenstände, wie etwa über 300 Wand- und Standuhren, mehr als 260 Gemälde und Grafiken, über 200 Skulpturen sowie mehr als 150 Architekturelemente der Stiftsanlage. Die im Rahmen des Förderschwerpunktes „Schätze ins Schaufenster – Qualitätsoffensive Museumsdepots“ aufgenommenen Stiftssammlungen umfassen etwa 2.800 Objekte, die im Online-Katalog betrachtet werden können.


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