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Sehr gutes Zeugnis für regionale Schulen: Aufholbedarf bei EDV-Ausstattung

Katharina Vogl, 26.11.2017 10:00

WALDVIERTLER KERNLAND. Unsere kleinen, regionalen Schulen sind top. Zu diesem Ergebnis kam das Österreichische Institut für Familienforschung der Universität Wien, dass im Auftrag des Waldviertler Kernlands in 14 Gemeinden des Waldviertels eine breit angelegte Befragung durchführte, an der sich über 300 Eltern beteiligten. Zwölf Volksschulen und vier Neue Mittelschulen wurden näher betrachtet.

  1 / 2   Doris Maurer und Doris Paukner sehen sich die Auswertung der Uni Wien im Detail an. Foto: Kernland

90 Prozent der befragten Eltern gaben an, sehr zufrieden mit der Schule ihrer Kinder zu sein. „Besonders überrascht hat uns, dass auch die Mehrstufenklassen mit Abteilungsunterricht in Bezug auf Zufriedenheit und Kommunikation so gut bewertet wurden“, freut sich Projektleiterin Doris Maurer über die Ergebnisse.

Die Ausstattung, die Aktivitäten der Schule als auch die Lehrer erhielten vom Großteil ein „Sehr gut“. „Wo es allerdings noch Aufholbedarf gibt, ist bei der EDV-Ausstattung, das müssen wir definitiv vorantreiben“, so Maurer.

Das soziale Umfeld sowie die Erreichbarkeit spielten eine wesentliche Rolle bei der Wahl der Schule, dies stellte für über 70 Prozent der Eltern eine sehr wichtige Entscheidungsgrundlage dar. Das Angebot einer Nachmittagsbetreuung ist für rund 30 Prozent der Eltern entscheidend für die Schulwahl. Oft ausschlaggebend aus Kindersicht ist die Präsentation beim Tag der offenen Tür.

Über 80 Prozent der Eltern ist es laut Befragung bewusst, dass die Kinder teilweise Unterstützung bei den Hausübungen benötigen, für Doris Maurer ein essentieller Aspekt. „Es ist wichtig, dass Mama oder Papa da sind, wenn die Kinder Fragen haben.“

Klein versus Groß

Schaut man sich die Ergebnisse zu den Vor- und Nachteilen in Bezug auf die Schulgröße an, so konnten auch hier wieder die „Kleinen“ punkten, sie wurden in nahezu allen Kategorien als besser empfunden (siehe Grafik). Vor allem bei den sozialen Aspekten, wie dem sozialen Umfeld oder der Einbeziehung der Eltern, sind über 70 Prozent aller Befragten überzeugt, dass diese in kleinen, regionalen Schulen besser sind.

„Die Befragung hat unsere Erwartungen weit übertroffen, zum einen was die hohe Rücklaufquote und zum anderen, was die guten Ergebnisse betrifft“, zieht Maurer ein absolut positives Resümee. Die Studie soll nun in erster Linie der Bewusstseinsbildung dienen und dem oft noch etwas verstaubten Image einer „Landschule“ auf die Füße helfen, so die Projektleiterin abschließend.

Weitere detaillierte Ergebnisse: www.waldviertler-kernland.at 


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