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Ein Leserbrief - eigentlich ein Dankesschreiben, das sich an den Winterdienst richtet - erreichte die Redaktion.

Foto: Vowe
Foto: Vowe

Es ist 05:30 Uhr. Mein Wecker läutet. Ich stehe auf.

Mein erster Weg? Zur Kaffeemaschine. Unruhig trinke ich meinen Kaffee. Frühstücken? Heute lieber nicht – sie haben DEN Wintereinbruch vorausgesagt. Ich fahre früher weg, um rechtzeitig in der Arbeit anzukommen. Ich schaue aus dem Fenster. Soweit scheint alles friedlich. Jedoch weiß ich aus Erfahrung, dass Schnee und Pendeln keine gute Kombination sind.

Ich bin ausgeschlafen und bereit für den Tag, merke jedoch, dass ich aufgrund der momentanen Wettersituation angespannt bin. Während ich mir meine Schuhe anziehe, höre ich das vertraute Geräusch des Schneepflugs und merke, wie ich automatisch entspannter werde. Ich steige in mein Auto. Die Straße wurde gerade geräumt, dass sehe ich. Dennoch liegt etwas Schnee auf der Straße. „Langsam fahren, dann kann schon nichts passieren.“ denke ich mir.

Große Flocken fallen vom Himmel, der Wind weht den Schnee auf die Fahrbahn und die Sicht ist schlecht. Obwohl ich acht Stunden geschlafen habe, fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren.

Ich frage mich, seit wann die Mitarbeiter der Straßenmeisterei wohl schon unterwegs sind, um die Straßen für uns sicher zu gestalten?

Ich frage mich, seit wie vielen Stunden diese Menschen wach sind?

Ich frage mich, wie es sein muss, bewusst auf unsichere, verschneite und eisige Straßen zu fahren, um diese für uns zu räumen?

Ich frage mich, wie anstrengend es sein muss, stundenlang in der Nacht bei diesem Wetter auf der Straße zu sein?

Ich frage mich, warum diesen Menschen nicht mehr Dank ausgesprochen wird.

Jeden Tag aufs Neue konnte ich in den letzten Tagen die Einsatzbereitschaft dieser Menschen beobachten. Mir ist bewusst, dass ich auf einer sehr befahrenen Straße unterwegs bin. Ich pendle täglich von Zwettl nach Krems. Die B37 ist da natürlich das Sahnetörtchen unter den Winterfahrbahnen des Waldviertels. Aber selbst hier konnte ich nicht fassen, wie rücksichtslos so mancher PKW-Lenker gegenüber den Fahrern der Räumfahrzeuge ist.

In diesem Sinne möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitarbeitern der Straßenmeistereien und sonstigen Helfern (abseits der großen Straßen) bedanken, welche die letzten Tage oder Wochen für uns im Einsatz waren. Ich finde es befremdend, dass dies als so selbstverständlich angesehen wird.

(Name der Redaktion bekannt)


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