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BEZIRK ZWETTL. Manfred Ehrgott, Rot-Kreuz-Bezirksgeschäftsführer blickt mit Tips gemeinsam zurück auf das vergangene Jahr. Mit Stolz aber auch ein wenig mit Sorge.

RK-Bezirksgeschäftsführer Manfred Ehrgott.
RK-Bezirksgeschäftsführer Manfred Ehrgott.

Über 18.000 Einsätze, um 1.600 mehr als im vergangen Jahr, verzeichnet die RK-Bezirksstelle Zwettl. Das entspricht wiederum nahezu einer Million Kilometer, die 2016 zurückgelegt wurden. „Die Zeit im Auto steigt, wir sind um fast 50.000 Kilometer mehr gefahren als im Vorjahr“, erläutert Bezirksgeschäftsführer Manfred Ehrgott. Zwar ist die Anzahl der geleisteten Stunden (164.824) ein wenig gesunken, Ehrgott führt das aber auf den Wegfall von Bereitschaftsdiensten durch Umschichtungen und auf vermehrte Effizienz zurück.

Besonders hohen Anklang findet die Seniorenbetreuung durch das Rote Kreuz. Die betreuten Reisen sind stets ausgebucht, auch die Seniorennachmittage oder das Bewegungs- und Koordinationstraining erfreuen sich großer Beliebtheit.

Highlights 2016

Auf zwei Höhepunkte blickt Ehrgott besonders gerne zurück: Auf die Etablierung der ersten Team Österreich Tafel (TÖT) im Bezirk, in Ottenschlag. Diese gibt gemäß dem Motto „Verwenden statt Verschwenden“ überschüssige und genießbare Lebensmittel an anspruchsberechtigte Bürger gratis weiter. Und schreibt bereits einige Monate nach ihrem Start Erfolgsgeschichte: 56 Ehrenamtliche, 68 zu betreuende Personen sowie zwölf unterstützende Unternehmen - das ist ihre Bilanz. „Wenn der nächste Gerichtsbezirk eine solch wertvolle Initiative starten möchte, begrüßen wir das natürlich“, so Ehrgott, der sich stets über neue, frische Ideen freut, wie er selbst sagt.

Was ihn 2016 noch sehr bewegt hat, war die große Dankeschön-Feier für alle Waldviertler Rot-Kreuz-Mitarbeiter im Schloss Grafenegg. „Wir wollten den vielen Leuten, die uns im Zuge des umfangreichen Flüchtlingseinsatzes so geholfen haben, ein sichtbares Dankeschön aussprechen.“ Denn vom Einsatz in Nickelsdorf bis hin zur Organisation dieser Veranstaltung: „Wir Waldviertler können etwas auf die Füße stellen und es funktioniert, ohne viele Worte darüber zu verlieren. Es wird nicht gestritten und die Zusammenarbeit mit den Bezirksstellen im Waldviertel funktioniert tadellos“, zeigt sich Ehrgott voll des Lobes.

Die großen Herausforderungen

In Kürze liegt die Verantwortlichkeit für das Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) nicht mehr bei der Landeskliniken-Holding, sondern beim Roten Kreuz selbst. Nicht zuletzt macht sich der Personalmangel, vor allem im Rettungsdienst, bemerkbar. „Früher hatten wir draußen in den Ortsstellen einen wesentlich höheren Frauenanteil als in Zwettl, dem ist jetzt nicht mehr so, da viele Frauen heute auch einem Beruf nachgehen“, so Ehrgott.

Im Herbst 2016 startete eine umfassende Recruiting-Offensive, die glücklicherweise erste Früchte trägt. Alles in allem sind derzeit bezirksweit 650 Mitarbeiter beim Roten Kreuz tätig, knapp 400 Ehrenamtliche im aktiven Dienst.  Manfred Ehrgott ist sehr stolz auf seine Leute, wie er selbst sagt. Und auch im Landesverband genieße die RK-Bezirksstelle einen sehr guten Ruf. „Das was ich mir für die Zukunft wirklich wünsche, dass wir an der Qualität und an der Quantität, die wir an Leistungen anbieten, keine Abstriche machen müssen, die Sorge ist natürlich im Hinterkopf.“

Bilanz der RK-Bezirksstelle Zwettl 2016:

Einsätze gesamt: 18.172

  • Arbesbach: 1.443
  • Langschlag: 1.001
  • Martinsberg: 1.656
  • Zwettl: 14.072

Kilometerleistung gesamt: 946.959

Einsatzzeit der KFZ in Stunden: 25.310

gesamt geleistete Stunden: 164.824


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