Dieter Juster über den Lebensweg: „Den inneren Prozessen Raum geben“

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Eva Leutgeb Eva Leutgeb, Tips Redaktion, 27.09.2020 08:00 Uhr

GUTENBRUNN. Dreimal ist Dieter Juster den von ihm erschaffenen Lebensweg mit 260 Kilometern gegangen. Die Abschnitte sind nach Lebensphasen eingeteilt. Die „wilden Jahre“ - sprich Pubertät - führt die Wanderer durch Gutenbrunn.

„Im Nachhinein betrachtet, passt das ganz gut zum Ort“, berichtet Dieter Juster, „in Gutenbrunn ist immer Pioniergeist gelebt worden. Jeder, der etwas hergebracht hat, wurde anfangs als Spinner bezeichnet. Das ist für die pubertierende Zeit recht zutreffend, da stellt man viel in Frage und will ausprobieren.“ Der Sinn des Lebensweges ist, ihn den eigenen Bedürfnissen anzupassen, die eigenen Grenzen und das eigene Empfinden wahrzunehmen, sich selber Wertschätzung  und den inneren Prozessen Raum zu geben. „Beim Gehen ist man auf die Grundbedürfnisse reduziert. Man geht, isst, trinkt und schläft. Oft hat man am Lebensweg auch keinen Handyempfang. Ein Selbstgespräch laut zu führen oder das, was man denkt, laut auszusprechen, und sich selber in zwei Meter Abstand zu betrachten, ist gut. Am Weg kann man viel Loslassen“, erzählt Juster.

Den eigenen Weg gehen und nicht den der anderen

„Der Lebensweg soll Menschen stärken. Sich selber auf den eigenen Weg zu machen und nicht den der anderen zu gehen, ist ein Ziel“, fügt Dieter Juster hinzu, „der Besuch einer Lebensweg-Geherin war ein Geschenk. Diese hatte viele Erkenntnisse in diesen Tagen. Es war ihr ein Anliegen, zum Abschluss bei mir vorbeizuschauen, um sich zu bedanken. Allein das ist es wert – und jede einzelne Person ist es Wert, die man mit diesem Lebensweg erreichen kann.“

Wanderführer Tourentagebuch

Zum Lebensweg ist ein TourenTAGEbuch als Wanderführer erhältlich. Autor Dieter Juster beschreibt 13-Lebens-Etappen auf 260 Kilometer um den Rundwanderweg im Südlichen Waldviertel. Das Buch ist in allen Orten am Lebensweg um 19,90 Euro erhältlich, ISBN: 978-3-99024-785-3.

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