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Weihnachts-Spendenaktion: Tips-Glücksstern unterstützt junge Mutter und ihre zwei Kinder

Leserartikel Eva Leutgeb, 27.11.2020 07:00

FRANKENREITH. Nicht nur zu Weihnachten brauchen Menschen Hilfe, auch während des Jahres bleiben diese von Schicksalsschlägen nicht verschont. Mit 32 Jahren verunglückte Benjamin Redl Ende August dieses Jahres, als er bei Dachstuhl-Arbeiten geholfen hat. Drei Tage später ist er seinen Verletzungen erlegen. Mit jungen 32 Jahren ist seine Frau Daniela Witwe geworden.

Daniela Redl mit den „Seelentröstern“ Felix und Simba; Foto: Tips
Daniela Redl mit den „Seelentröstern“ Felix und Simba; Foto: Tips

Mit diesem Alter denkt man vielleicht darüber nach, dass die Eltern irgendwann einmal „gehen müssen“, nicht aber, dass das Schicksal einem den eigenen Partner wegreißt. An Weihnachten mag Daniela Redl gar nicht denken. „Normalerweise hätte ich im November schon alle Geschenke beisammen. Wenn die Kinder nicht wären, würde ich heuer gar keinen Christbaum aufstellen“, sagt sie. Kilian wird im Jänner sechs Jahre alt und seine kleine Schwester Annalena ist vier. Die beiden glauben in diesem Alter noch an das Christkind und werden deshalb auch einen Weihnachtsbaum bekommen. Kein Geld der Welt kann ihnen den Papa und Daniela den Mann wieder zurückbringen. Finanzielle Unterstützungen würden aber zumindest einige Sorgen mindern: In das neu gebaute Haus ist die Familie 2014 eingezogen, da sind natürlich noch Zahlungen offen. Und auch für die Kinder wäre zumindest finanziell ein bisschen vorgesorgt, denn Daniela ist derzeit zu Hause bei den Kindern.

Präsente Alltagssituationen

Daniela und Benjamin waren seit 16 Jahren ein Paar. „Ich habe ihn ein halbes Leben lang gekannt“, so Daniela. „Man realisiert es noch gar nicht, es ist irgendwie noch gar nicht echt“, sagt sie über den Tod ihres Mannes. Vor allem in Alltagssituationen ist er immer noch präsent. Ganz besonders zur Mittagszeit, wo er jeden Tag von der Arbeit zum Essen nach Hause kam, da ist es besonders schlimm. Und dann ist da auch noch das Ungewisse, wie es weiter gehen soll.

Hilfe von außen

Für ihre Kinder hat Daniela eine Kinder- und Familientrauerbegleiterin aus St. Pölten organisiert. Diese kommt alle 14 Tage und arbeitet mit den Kindern, da wird spielerisch über Gefühle gesprochen wird. „Es ist eine sympathische, nette Dame und sie hat einen guten Zugang zu den Kinder“, freut sich Daniela. Die Trauerbegleitung wäre sogar noch in einigen Jahren für sie da, wann immer man sie braucht.

Seelentröster

Seit Anfang November wohnen zwei Babykatzen im Haus. „Wir haben sie als Seelentröster für uns geholt“. Simba und Tigerkater Felix heitern die Kinder auf. Vor allem der schwarze Simba lässt sich von Annalena alles gefallen und schläft beim Fernsehen schon einmal auf dem Schoß. Die Katzenkinder bringen auch ein bisschen Ablenkung, wenn sie mit Lebensfreude umhertollen. Eine therapeutische Maßnahme, die Wirkung zeigt.

Unterstützung von vielen

Daniela ist der ganzen Familie, Verwandschaft und Freuden sehr dankbar, die sie unterstützt haben. Vor allem bei den Menschen, die bislang schon gespendet haben, möchte sie sich bedanken. Der familiäre Zusammenhalt ist sehr groß. Egal ob bei der Kinderbetreuung oder bei den Arbeiten rund ums Haus. „Wir fühlen uns in der Ortschaft wahnsinnig wohl und angenommen. Es unterstützt uns eigentlich jeder, wo er nur kann, dass ich mir zumindest da keine Sorgen machen brauch“, fühlt sich Daniela überall angenommen, „es gibt keine Situation, wo mir keiner einfällt, der mir nicht helfen würde.“ Ihre Kinder hält Daniela aus vielem raus. Sie möchte daher auch nicht, dass Kilian und Annalena in der Zeitung abgebildet werden. Von selber um Unterstützung fragen, ist Daniela Redl - obwohl durch diesen Schicksalsschlag in eine finanzielle Notlage gekommen - höchst unangenehm. Die Tips-Glücksstern-Aktion  hat daher die Sache noch einmal in die Hand genommen und gibt sie nun an die Leser weiter.

Das besinnliche Jahr öffnet Herzen

Für Trauer gibt es keinen Zeitplan. Sie dauert, solange sie eben anhält. Damit die Familie sich ausschließlich mit der Trauerbewältigung beschäftigen kann, sollen dazu nicht auch noch finanzielle Sorgen kommen. Für all jene, die mit einer Spenden in der besinnlichen Zeit unterstützen wollen. ist die Kontonummer angeführt.

Vielleicht gibt es einen Sinn

Der Tod eines nahestehenden und vor allem jungen Menschen scheint immer sinnlos. Aber er kann auch gleichzeitig aufzeigen, wie wertvoll und vergänglich das Leben ist und dass man die Menschen in seinem persönlichen Umfeld nie für selbstverständlich nehmen sollte. „Man sagt zwar, es hat alles seinen Grund, aber den sehe ich noch nicht“, sagt Daniela Redl abschließend.

Raika Großgöttfritz

BIC: RLNWATWWZWE

IBAN: AT83 3299 0000 0010 2376

Verwendung: „Tips-Glücksstern“


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