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Paralympics: „Ich nehme Kurs auf Rio 2016\"
Groß Gerungs. Patrick Bitzinger ist 20 Jahre alt, seine absolute Passion ist der Radsport. Hier möchte er es im Tandem bis zur Weltspitze schaffen. Der einzige kleine Unterschied: Patrick ist nahezu blind. Ihm ist die Beeinträchtigung aber „eigentlich wurscht“, wie er Tips in einem Gespräch erzählt.

Kaum hat das Gespräch angefangen, schwärmt Patrick bereits von den Paralympics 2016 in Rio – sein großes Ziel. Momentan setzt er alles daran, dieses zu verwirklichen. Die finanzielle Hürde gilt es allerdings noch zu überwinden. Denn für das Vorbereitungsrennen in Rio kommenden November müssen erst die Flüge finanziert werden, für Patrick, seinen Piloten und einen Betreuer. Viel Übergepäck und drei Tandems verteuern die Anreise enorm. Zwei Plattformen unterstützen ihn auf seinem Weg nach Rio: die Initiative „Social Friends“ und die Crowdfunding-Plattform „I believe in you“. Letztere ist ein Projekt mit einer Spendenlaufzeit von 80 Tagen, bis zum 11. Mai können noch Spenden für Patrick und seinen Traum entgegengenommen werden. Leidenschaft RadBereits als Kind begeisterte sich Patrick für das Radfahren, daraus wurde eine echte Leidenschaft. Bei seinen ersten österreichischen Tandemmeisterschaften 2011 belegte der ehrgeizige Sportler auf Anhieb Platz zwei. Gefestigt hat sich der Traum vom Profi-Sport beim Paralympischen Jugendcamp in London 2012. „Die Briten sind fanatisch. Ich war so begeistert von der unglaublichen Atmosphäre und den Zuschauermassen dort, dass ich mir fest vorgenommen habe, bei den nächsten Paralympics für Österreich an den Start zu gehen“, schmunzelt Patrick. Und die sportliche Kursrichtung stimmt: Nach dem Doppelstaatsmeistertitel 2013 folgten 2014 ein vierter und fünfter Platz im Europacup in der Slowakei. Kurz darauf konnte Patrick einen zweiten Platz in Belgrad einnehmen und ganz oben am Stockerl stand er schließlich beim Europacup in Prag. 2015 möchte der Radsportler im Weltcup vorne mitmischen, so sein erklärtes Ziel. Und die Vorfreude auf die Rennsaison nach der Winterpause ist groß, erzählt Patrick. Trainiert habe er über die Wintermonate jedenfalls fleißig, auch mit seinem Piloten Wolfgang Tenor. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team, im Tandemradsport unbedingte Voraussetzung. Denn es geht mitunter sehr rasant zu, wie der 20-Jährige erläutert: „So gibt es Pässe, wo wir an die 100 Stundenkilometer erreichen.“ Und seine Blindheit? Für Patrick ist es keine Behinderung: „Ohne dieses Schicksal hätte ich meine Sportbegeisterung für das Tandem vielleicht nie entdeckt und ausleben können. Nachdem ich noch so jung war, als sich meine Sehfähigkeit rapide verschlechterte, habe ich das sehr gut weggesteckt.“ Seit einer Shuntblockade beläuft sich die Sehfähigkeit auf rund ein Prozent. Was er jetzt noch wahrnehmen könne? Patrick sieht Umrisse oder kann den Himmel erkennen, Stufen oder Erhöhungen nimmt er bei gutem Kontrast oder Lichteinfall als solche wahr. Wie er jetzt selbst aussehe, könne er nicht mehr genau sagen, er habe allerdings eine Vorstellung im Kopf, so der 20-Jährige. Patricks ganze GeschichteUNTERSTÜTZUNG/SPENDEN:Ibelieveinyou(Projekt: „Unser Traum von Rio“, Suche: Bitzinger)Öffentlicher Auftritt von Patrick Bitzinger - SOCIAL FRIENDS


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