Volleyball-Nachwuchszentrum in Zwettl: ein Stützpunkt mit vielen Fragen
ZWETTL. Es ist offiziell, Zwettl bekommt, als eine von sechs Regionen in Niederösterreich, ein Volleyballzentrum für den Nachwuchs. Soviel ist fix. Rund um die konkrete Planung gibt es allerdings noch einige Fragezeichen.

„2011 ging ich erstmals mit der Idee eines Nachwuchszentrums in die Öffentlichkeit, nun wird der Betrieb mit Herbst diesen Jahres endlich starten“, freut sich die Obfrau der Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel (URW), Silvia Atteneder. Der Zwettler Verein erhielt neben Amstetten und Schwechat bereits den Zuschlag für die Errichtung eines regionalen Ausbildungszentrums (RAZ), die verbleibenden drei Stützpunkte in NÖ sind bis dato noch nicht fixiert (Stand: Redaktionsschluss).
Neuer Leiter: Michal Peciakowski
Als Zwettler Leiter ist Michal Peciakowski (URW) angedacht, der bislang schon mit viel Herzblut den Nachwuchs trainierte. Das heißt gleichzeitig, dass „er in der Bundesliga nicht mehr spielen wird“, erläutert Atteneder.
Der NÖ-Volleyballverband (NÖVV) sieht drei wöchentliche Trainingseinheiten vor, insgesamt spricht Atteneder von rund 150 Kindern und Jugendlichen, die aufgeteilt in zwei Altersgruppen, in Zwettl künftig zu Volleyball-Assen heranreifen sollen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über das gesamte Waldviertel bis nach Krems-Land, aber auch international wolle man seine Fühler ausstrecken.
Das Wo und Wie noch unklar
So weit ist alles klar. Nicht fest steht allerdings noch, wo das Zentrum in Zwettl künftig „situiert“ werden soll. Und mit wem wie eng kooperiert wird. Dies gilt es in den nächsten Wochen zu klären. Laut Vorgabe sollten die regionalen Ausbildungszentren Unterstützung für alle regionalen Vereine im jeweiligen Einzugsgebiet bieten. Und ganz grundsätzlich den Bereich der 10 bis 14-jährigen beiderlei Geschlechts abdecken.
In Zwettl werden bis dato Mädels als auch Jungs trainiert, allerdings in zwei unterschiedlichen Vereinen. Da ist einerseits die URW, die sich aufgrund der Bundesliga vielfach auf männlichen Nachwuchs konzentriert.
Und andererseits der Verein Sportunion Zwettl Volleyballteam, welcher sich wiederum erfolgreich und mit viel Engagement für den weiblichen Nachwuchs einsetzt, derzeit werden rund 100 Volleyballerinnen vorwiegend in den Hallen des Gymnasiums trainiert.
SPU: „Wurde an uns vorbeigeplant“
Seitens der SPU Zwettl ist jedenfalls Enttäuschung spürbar. „Ich finde es schade, dass man das trotz positiver Vorgespräche mit dem Verband im Vorjahr so an uns vorbeiplant, hoffe aber, dass die finanziellen Mittel wirklich im Sinne der jugendlichen Volleyballer UND Volleyballerinnen in der Region verwendet werden“, hofft Obmann Stefan Löschenbrand auf eine sportliche Gleichberechtigung beider Geschlechter.
In welchen Hallen das Training des RAZ jetzt künftig stattfindet, ist noch offen: Eigentlich hätte man laut Atteneder neben der SMS Zwettl, auch das Gymnasium Zwettl als Möglichkeit angepeilt, dort gäbe es aber spätestens mit der neuen Sportklasse Kapazitätsprobleme.
Nichts desto trotz sei man sehr gerne gesprächsbereit, heißt es abschließend von SPU- als auch von URW-Seite. Denn alle beide verfolgen letztendlich dasselbe Ziel: Kinder für Bewegung und Sport zu begeistern.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden