Kaufkraft: Zwettler Bezirk noch immer Schlusslicht in NÖ
BEZIRK. Einmal im Jahr, wenn die Kaufkraft der Österreicher analysiert wird, wird auch meistens der Bezirk Zwettl zum Thema. Denn dieser rangiert im österreichweiten Vergleich immer auf den hinteren Plätzen, so auch heuer wieder: Unsere Region zählt laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes RegioData Research zu den fünf kaufkraftschwächsten Bezirken Österreichs. Aber: Es geht aufwärts.

Mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 17.120 Euro im Bezirk Zwettl pro Kopf und Jahr, ist diese die geringste im Bundesland Niederösterreich (21.371 Euro) und die fünftschwächste im österreichweiten Vergleich (Bundesdurchschnitt: 20.646 Euro). Nur noch die Bezirke Murau und Lienz, sowie der 20. und 15. Wiener Gemeindebezirk schneiden schlechter ab. Schwacher Trost auf der anderen Seite: Schaut man sich die Zahlen seit 2009 an, so konnte der Waldviertler Bezirk einen Kaufkraftzuwachs von 18 Prozent (nominell) von 2009 bis 2015 verbuchen.
Interessant: Große Unterschiede gibt es innerhalb der niederösterreichweiten Analyse: Als kaufkraftstärkstes Gebiet in NÖ hat Regiodata Research den Bezirk Mödling ermittelt, wo die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf und Jahr 26.697 Euro beträgt. Demzufolge stehen den Mödlingern um knapp 9600 Euro mehr Geldmittel zur Verfügung als den Zwettlern. Die eindeutige Tendenz der Analyse: Insgesamt haben die Randbezirke um die großen Städte und insbesondere Wien-nahe Gemeinden, also der „Speckgürtel“, den größten Zuwachs in den letzten fünf Jahren erfahren.


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