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Tourismusbilanz 2017: Landesausstellung sorgte für Nächtigungsrekord im Waldviertel

Katharina Vogl, 28.02.2018 17:12

WALDVIERTEL. Das Waldviertel jubelt über einen neuen Nächtigungsrekord. Das erfreuliche Plus von zwei Prozent wird nicht zuletzt der Niederösterreichischen Landesausstellung 2017 rund um Schloss Pöggstall zugeschrieben.

Der Edlesbergersee - ein wunderschönes Plätzchen im Waldviertel; Foto: Waldviertel Tourismus_www.ishootpeople.at

Die Landesausstellung „Alles was Recht ist“ hat im Südlichen Waldviertel erfreuliche Spuren hinterlassen: Exakt 228.501 Besucher lockte die Ausstellung zwischen April und November 2017 an. Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (VP) spricht von einem „erfreulichen Aufschwung in der Region“.

Nach einem Rekordjahr 2016 hat das Waldviertel bei der aktuellen Tourismusstatistik weiter zugelegt. Mit 1.257.806 Nächtigungen wurde das Vorjahresergebnis um 25.723 Übernachtungen übertroffen – das ist ein Plus von 2,1 Prozent. Dies gilt ebenso für die Zahl der Ankünfte: 352.751 Ankünfte bedeuten absolut gesehen ein Plus von 13.898, daher ein Zuwachs von 4,1 Prozent.

Einige Gemeinden im Detail

Moorbad Harbach bleibt trotz einem kleinen Minus im Vergleich zum Vorjahr mit rund 243.100 Nächtigungen die mit Abstand größte Tourismusgemeinde in der Region. In Groß Gerungs (plus 0,2 Prozent auf 96.700), Zwettl (plus 17,3 Prozent auf 69.700), Ottenschlag (plus 0,5 Prozent auf 67.300), Gars/Kamp (plus 5,2 Prozent auf 63.900), Langenlois (plus 1,2 Prozent auf 62.700) und Bad Großpertholz (plus 2,2 Prozent auf 34.900) sind die Übernachtungszahlen erfreulich gestiegen.

Weniger gut abgeschnitten haben etwa Gmünd (minus 0,5 Prozent auf 74.700 Übernachtungen), Bad Traunstein (minus 2,1 Prozent auf 64.900), Raabs an der Thaya (minus 5,3 Prozent auf 35.900) und Litschau (minus 7,0 Prozent auf 29.000), wie der NÖ Wirtschaftspressedienst im Zuge einer Aussendung erhob.

Der Großteil der Waldviertel-Urlauber kommt übrigens aus Österreich. Für die größten Zuwächse sorgten 2017 die Gäste aus Kärnten, der Steiermark und Salzburg. Und auch die immer größere Zahl an Gästen aus Deutschland schlägt sich in der Tourismusstatistik 2017 nieder.

Ganzjahresdestination Waldviertel

Dass immer mehr Menschen das Waldviertel erleben und genießen wollen, beruht laut Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus, vor allem auf zwei Faktoren: „Zum einen ist die Natur für immer mehr Urlauber eines der wichtigsten Reisemotive geworden – und das Waldviertel erfüllt diese Sehnsüchte der Menschen nach ganz besonderen Naturerlebnissen, nach Ruhe, wunderbaren Rückzugsorten und Erholung perfekt. Zum anderen sind die positiven Zahlen natürlich auch Ergebnis der intensiven Arbeit für die Region.“

Die Bemühungen, das Waldviertel als Ganzjahresdestination zu positionieren und die Zwischen- und Nebensaisonen zu stärken, trage Früchte, so Tourismus-Chef Schwarzinger. Erweiterte Initiativen und Angebote rund um Handwerk und Manufaktur, Kulinarik oder Winter-Auszeit kommen bei den Gästen offenbar gut an, wie Statistiken untermauern.

„Lebensweg“: Ein Highlight 2018

Mit dem neuen „Lebensweg“ präsentiert sich ab Pfingstmontag 2018 ein ganz besonders innovatives Folgeprojekt der Niederösterreichischen Landesausstellung: Ein Wanderweg im Südlichen Waldviertel, dessen Etappen dem menschlichen Lebensweg nachempfunden sind. 260 Kilometer Entschleunigung pur: Auf 14 Weg-Etappen folgen die Wanderer den Spuren der eigenen Lebensgeschichte und können gleichzeitig das Hier und Jetzt genießen.

Der Lebensweg führt durch 22 Gemeinden und vorbei an den Kostbarkeiten des Waldviertels, verborgenen Naturschönheiten und außergewöhnlichen Kulturschätzen. Einsteigen kann man in den als „Achterschleife“ angelegten Weitwanderweg in jeder Gemeinde. Weitere Informationen: www.lebensweg.info


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