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WALDVIERTLER KERNLAND. Ein extrem warmer und sehr trockener Frühling gefolgt von Stark-regen mit Überflutungen: Das Klima ist im Wandel und bringt neue Herausforderungen mit sich. Das Waldviertler Kernland hat nun eine Klimawandelanpassungsstrategie erarbeitet, welche in den nächsten zwei Jahren umgesetzt wird. Jeder Bürger ist eingeladen, mitzuwirken.

Auch der ORF hat vor kurzem darüber berichtet, v.l.: Gerhard Blabensteiner (Obmann Verein zur Förderung des Waldes), Robert Salzer (ORF NÖ) mit dem Kameramann, Doris Maurer (GF Waldviertler Kernland), Christoph Ratheiser (Biobauer), Bgm. Robert Hafner (Obmann Waldviertler Kernland); Foto: Waldviertler Kernland

„Wir können diese Entwicklungen nicht mehr aufhalten. Aber wir können uns überlegen, wie wir uns an diese Veränderungen anpassen können und so die Chancen nützen und die Herausforderungen bewältigen“, erläutert Doris Maurer, Geschäftsführerin vom Waldviertler Kernland, welches nun eine von 21 KLAR! Modellregionen (Klimawandelanpassungsmodellregion) in Österreich geworden ist.

Bereits im vergangenen Jahr haben die Gemeinden der Kleinregion eine Klimawandelanpassungsstrategie entwickelt, welche in den nächsten zwei Jahren verwirklicht werden soll. 

Die drei Schwerpunktbereiche

Die Umsetzung wird durch die Unterstützung des Klima- und Energiefonds im Rahmen der Maßnahme „KLAR!“ ermöglicht und umfasst insgesamt zehn Maßnahmen für die drei Schwerpunktbereiche Wiese, Wald und Wasser.

Darunter etwa die Verbesserung der Humusdecke in der Region, den Erhalt und Ausbau der Bodenschutzanlagen wie „Bichel, Kobel und Baumreihen“. Auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Imkerei wird gezielt behandelt.

Was das Thema „Wald“ betrifft, so sollen neben der Organisation von Informationsveranstaltungen auch hofferne Waldbesitzer bei der klimagerechten Bewirtschaftung unterstützt werden.

Das Schwerpunktthema „Wasser“ umfasst beispielsweise die Sicherung unserer regionalen Trinkwasserversorgung, hat doch das Land NÖ das Waldviertler Kernland als trinkwassergefährdete Region klassifiziert. Weiters ist ein Maßnahmenplan für Starkregenereignisse, welche in den nächsten Jahren noch häufiger und stärker erwartet werden, angedacht.

Bewusstseinsbildung bereits im Kindesalter

Das nachhaltige Denken und Bewusstsein für die klimatischen Veränderungen und dessen Auswirkungen sollte idealerweise bereits im Kindesalter geschärft werden, daher werden diese Maßnahmen durch Schulprojekte begleitet.

„Der Klimawandel betrifft uns alle! Egal ob das Trinkwasser knapp wird, der Starkregen Schlamm und Erde in die Gärten und Keller schwemmt oder ob durch den Borkenkäfer der Baumbestand katastrophal geschädigt wird. Diese Herausforderungen und Chancen können wir nur gemeinsam nützen und bewältigen. Daher sind alle Einwohner herzlich eingeladen bei einer oder mehreren Maßnahmen mitzuwirken“, freut sich Doris Maurer auf eine produktive Zusammenarbeit. Dazu einfach im Büro des Waldviertler Kernlands melden.

Kontakt für Mitarbeit:

Tel: 02872 200 79 20

office@waldviertler-kernland.at

www.waldviertler-kernland.at


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