Immobilienverkauf: Nie ohne Marktwerteinschätzung

Sebastian Wallner Online Redaktion, 30.06.2021 10:50 Uhr

Aufgrund der Marktsituation ist es ein guter Zeitpunkt, eine Wohnimmobilie zu verkaufen. Wie hoch soll jedoch der Verkaufspreis sein? Das festzulegen, ist kein leichtes Unterfangen.

Rudolf Ley, Co-Geschäftsführer von RE/MAX Donau City Immobilien, des größten österreichischen Franchisenehmers im RE/MAX-Netzwerk, erklärt, welche Aspekte in die Immobilienbewertung einfließen und wie der Marktwert errechnet wird: „Dem Makler stehen zum Verkauf von Immobilien verschiedene Bewertungsverfahren zur Auswahl: Beim Verkauf von Häusern ist vor allem das Sachwertverfahren maßgeblich. Ausgangspunkt der Berechnung ist der Preis eines Neubaus samt Grundstück und Nebenflächen wie Balkon, Terrasse oder Pool. Danach werden sowohl erfolgte Renovierungen als auch die Wertminderung durch Alter, Mängel etc. berücksichtigt und gegebenenfalls Abschläge vorgenommen: Dazu zählen Faktoren wie eine schlechte Verkehrsanbindung oder eine mangelhafte Infrastruktur. Andererseits können hier auch ein bestehendes Wohnrecht oder Wegerecht für eine dritte Person oder eine Zweckgebundenheit der Liegenschaft in den Sachwert miteinfließen.

Das Vergleichswertverfahren

Beim Vergleichswertverfahren, das vor allem für Eigentumswohnungen prädestiniert ist, wird die Zielimmobilie anderen, möglichst gleichwertigen Immobilien gegenübergestellt. Der Makler überprüft, ob in jüngerer Vergangenheit, idealerweise in den letzten Monaten, eine Wohnung ähnlicher Größe – idealerweise im selben Wohnblock – verkauft wurde“, erklärt Ley.

Wenig Aussagekraft

Abweichend zur Vergleichsimmobilie müssen Zuschläge, etwa aufgrund einer höheren Quadratmeteranzahl, oder Abschläge, etwa wegen eines schlechteren Erhaltungszustands oder eines nordseitig ausgerichteten Balkons, miteinkalkuliert werden. Bei Häusern ist der Vergleichswert allein meist wenig aussagekräftig, da sich diese oft trotz annähernd gleicher Größe stark in der Bauweise und bei den verwendeten Materialien unterscheiden.

Kommentar verfassen

Firmenumzug - Mit diesen Vorbereitungen gelingt der Standortwechsel

Es gibt vielerlei Gründe, die für einen Firmenumzug sprechen – seien es die eigenen vier Wände fürs Unternehmen, günstigere Mietkosten, ein besserer Standort oder gar größere ...

„Wir merken, dass sich die Kunden vom Wegwerfgedanken entfernen“

LINZ/OÖ. Seit Februar ist Sándor Szimeiszter als Country Manager für JYSK– ehemals Dänisches Bettenlager - im Einsatz. Im Tips Interview erzählt der geborene Ungar von seinen umfassenden Plänen ...

Fünf Tipps für die Bäderplanung

OÖ. Damit sich ein Bad im Alltag bewähren kann, gilt es fünf wichtige Tipps zu beachten.

Die Vorfreude aufs Garteln steigt

OÖ. Die Tage werden langsam wieder länger und die Sehnsucht nach dem Aufenthalt im Freien steigt deutlich. Jetzt ist die beste Zeit, um den Garten auf die Sommermonate vorzubereiten.

13 Hektar Bodenverbrauch täglich: Nachhaltigkeitsziel in weiter Ferne

OÖ. In einem neuen Report warnt die Umweltschutzorganisation WWF Österreich vor den Folgen der Verbauung und Versiegelung wertvollen Bodens.

Beton als hippes Gestaltungselement

OÖ/NÖ. Vom tristen Wohnblock-Look städtischer Randgebiete zum hippen Baumaterial für individuelle Wohnträume – in der Wahrnehmung von Beton hat sich eine Wendung vollzogen. ...

Wie man mit der Wolle von Schafen sein Haus dämmen kann

TRABERG/OÖ. Die Familie Tumfart ist seit über 100 Jahren in der Verarbeitung von Schafwolle sowie Baumwolle, Leinen und Flachs zu Textilien und Filzen in der Mühlviertler Weberstraße ...

Fehler vermeiden beim Hausbau: Tipps vom Rechtsanwalt

FREISTADT/OÖ. Um sich beim Bau oder Umbau eines Hauses vor bösen Überraschungen zu wappnen, sollte sich der Bauherr nicht nur auf die planerische Gestaltung des neuen Zuhauses konzentrieren, ...