Badeunfälle: Mit „Moby Kid“ dem Ertrinken vorbeugen

Badeunfälle: Mit „Moby Kid“ dem Ertrinken vorbeugen

Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 28.06.2017 13:29 Uhr

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen ist das „kühle Nass“ Anziehungspunkt für Groß und Klein. Aber gerade bei den Kleinsten werden die Gefahren oftmals unterschätzt. Zu sechs Badeunfällen ist das OÖ. Rote Kreuz in diesem Jahr bereits alarmiert worden. Im Durchschnitt ertrinken fünf Kinder pro Jahr in Österreich. Abhilfe verschaffen Sicherheitsvorkehrungen wie spezielle Abdeckungen für Pools oder mobile Warnsysteme wie „Moby Kid“.

So sehr man kleine Kinder auch im Auge behält – ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schwere Folgen nach sich ziehen. Besonders kritische Situationen können vor allem im Bereich von Seen oder Schwimmbecken entstehen. „Für Kinder kann das Spielen in der Nähe von Gewässern durch eine kleine Unachtsamkeit zur tödlichen Gefahr werden. Ertrinken passiert schnell und leise. Schon drei Minuten genügen, um das Badevergnügen tödlich enden zu lassen“, erklärt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Walter Aichinger.

20 Zentimeter Wassertiefe sind bereits tödlich

Aber auch Gartenteiche, Biotope oder Regentonnen stellen eine Gefahr dar: „Kinder können schon im 20 cm tiefen Wasser ertrinken. Der Schock beim Eintauchen blockiert die Atemwege und führt zum Ersticken. Zudem haben Kinder einen schweren Kopf und eine ungeübte Muskulatur“, weiß Aichinger.

„Moby-Kid“ erhöht Sicherheit

Um solch einer lebensbedrohenden Situation entgegenzuwirken, hat sich das Leondinger Unternehmen „Delfin-Wellness“ entschlossen, gemeinsam mit dem OÖ. Roten Kreuz mit einem speziellen Produkt namens „Moby Kid“ für mehr Sicherheit zu sorgen: „Das Kernstück dieser Innovation bildet ein spezielles Armband. Kommt dieses mit Wasser in Berührung, löst die Basisstation einen lauten Alarm aus. Durch diesen schrillen Ton werden die Aufsichtspersonen sofort aufmerksam und können den Schützling rasch aus seiner vielleicht lebensbedrohlichen Lage befreien. Das komplette System ist mobil und kann somit an unterschiedlichen Standorten verwendet werden, sei es am Pool oder im Schwimmbad. Einzig die Reichweite von etwa 50 Metern muss immer gewährleistet sein“, erklärt der Geschäftsführer von Delfin Wellness, Harald Kogler.

Aufsichtspflicht steht an oberster Stelle

Egal ob Biotop, Schwimmteich oder eigener Pool, wer sich solch eine Anschaffung überlegt, muss sich von Anbeginn mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen, um die Kleinsten zu schützen: „Natürlich gibt es eine Vielzahl von Sicherheitsvorkehrungen wie spezielle Abdeckungen, Schwimmbad-Überdachungen , Rollschutz oder eben dieses spezielle “Moby-Kid-System„. An oberster Stelle steht jedoch die Aufsichtspflicht. Kinder dürfen sich nie alleine und unbeaufsichtigt in unmittelbarer Nähe eines Gewässers aufhalten. Zudem ist es sinnvoll, sobald wie möglich mit dem Schwimmen zu beginnen“, unterstreicht Harald Kogler den Sicherheitsgedanken.

Ungeeignete Schwimmhilfen

Vorsicht ist auch bei sogenannten Schwimmhilfen geboten. Schwimmflügerl bieten in tieferen Gewässern guten Schutz, sollten aber mit mindestens zwei, voneinander getrennt aufblasbaren Kammern ausgestattet sein, sowie mit Sicherheitsventilen. In seichten Gewässern kommt diese Sicherheitsvorkehrung jedoch nicht zum Tragen. Wasserspielzeuge wie aufblasbare Tiere, Luftmatratzen oder Schwimmreifen sind als Schwimmhilfe gänzlich ungeeignet. Vor allem bei letzterem besteht die Gefahr des Durchrutschens.

 

Infos: www.moby-kid.at

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