Sportlich durch den Sommer

Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 19.06.2019 15:05 Uhr

Sport ist Mord, erst recht bei heißen Temperaturen? Überhaupt nicht, solange man mit Hausverstand an die Sache herangeht und eine gute Basis vorhanden ist, denn der Körper braucht das ganze Jahr über sein Training, nicht bloß in den Sommermonaten.

„Skiläufer betonen auch immer, dass sie das Rennen im Sommer gewinnen“, erklärt Christian Prechtl, Geschäftsführer der Injoy Eferding und Ried. Sprich, der Körper braucht das ganze Jahr über sein Training, nicht nur wenn es draußen schön ist. „Wer das ganze Jahr regelmäßig Ausdauer und Kraft trainiert, dessen Muskulatur ist für Anstrengungen besser gerüstet. Ob im Fitnessstudio oder ohne, Hauptsache man zieht es durch, denn der Körper wird es einem danken“, ergänzt sein Geschäftspartner Florian Taugwalder. Nicht zuletzt deshalb, weil eine starke Muskulatur  und eine gute Ausdauer vor so mancher Verletzung schützen können, egal ob beim Tennis, Laufen, Mountainbiken, Wakeboarden oder anderen Sportarten.

Viel trinken, aber lauwarm

Wer im Winter eine gute Grundkondition aufgebaut hat, der kann auch bei Hitze die Belastung für den Körper besser einschätzen. Trotzdem sollten einige wesentliche Hinweise zusätzlich befolgt werden. So sollte das Outdoortraining nicht unbedingt zwischen 11 und 13 Uhr absolviert werden, früh morgens wäre optimal. Das wichtigste bei warmen Temperaturen ist ausreichend zu trinken. „Wasser ist optimal, wer intensiver Sport betreibt kann zu isotonischen Getränken greifen. Diese aber verdünnen, sonst entwickelt man durch die Süße noch mehr Durst“, erklärt Florian Taugwalder. Die Temperatur des Getränkes sollte lauwarm sein, ein zu kaltes Getränk wäre eine zusätzliche Belastung für den Körper. Nicht zu vergessen, gut mit Sonnencreme einschmieren, eine Kopfbedeckung und eventuell einen kleinen Müsliriegel einstecken.

Überlastung vermeiden

Egal auf welchem Leistungsniveau man sich befindet, Christian Prechtl empfiehlt immer jemanden Bescheid zu geben, bevor man los schwimmt, läuft oder radelt. Auch die zu bewältigende Strecke sollte gut überdacht sein. „Bei der geplanten Strecke muss ich mir immer im Vorhinein klar sein, ob sie meiner Leistung entspricht und ob ich es auch wieder zurück schaffe. Dazu ist es wichtig, seinen Körper wirklich gut zu kennen“, so Prechtl. Lieber also mit kleinen Happen anfangen und sich dann langsam steigern, eine Überlastung sollte grundsätzlich vermieden werden. Letztere macht sich meist mittels Tunnelblick, Schwindel und trockenem Mund bemerkbar. „Langsam auslaufen, aber nicht zwingend bis nach Hause. Es gibt einfach Tage an denen es mal nicht so läuft. Dann muss man den Mut haben, sich das auch einzugestehen“, so Taugwalder.

Beliebte Sportarten im Sommer

Die Sportarten im Sommer sind vielfältig. Zu den erfrischendsten zählt sicherlich das Schwimmen. „Schwimmen ist sehr gut für die Ausdauer, allerdings fehlt der Druck auf die Muskulatur, den ich etwa bei der Osteoporose-Verbeugung brauche“, erklärt Prechtl. Gerade beim Schwimmen sollte man sich seiner verbleibenden Kondition sicher sein, bevor man zur nächsten Runde durch den See ansetzt. Krampfartige Muskelverspannungen könnten ansonsten die Folge sein. Auch das Wandern erfreut sich in Oberösterreich großer Beliebtheit. Ohne vorheriges Training hat leider aber auch das seinen Haken. „Der Aufstieg ist nicht das Problem, aber der Abstieg. Um beim Abstieg die harten Stöße auf Knorpel und Gelenke abfedern zu können, bedarf es einer gut trainierten Muskulatur. Waren die Muskeln vom Aufstieg schon müde, merkt man die Schädigung zwar weder am nächsten Tag, noch ein Jahr später. Aber in etwa 20 Jahren machen sich dann die ersten Knieprobleme bemerkbar“, so Taugwalder.

„Gelenke und Knorpel kann man mit unseren Zähnen vergleichen. Wer sie nicht zweimal täglich putzt, merkt auch nicht gleich etwas. Aber 20 bis 30 Jahre später sind die Strukturen dann hinüber und unsere Zähne tutsch“, so Prechtl. Die Menschheit wird immer älter, deshalb gilt es umso besser auf seinen Körper zu schauen. „Wer mit 80 Jahren noch einen Klimmzug schafft, ist bestens gerüstet, um das verbleibende Leben noch so richtig genießen zu können.“

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