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Einen erfolgreichen Modellnamen bestmöglich zu nutzen ist gescheit, auch wenn sich via „Plus“-Zusatz dahinter mitunter ein ganz anderes Auto verbirgt.
 

Toyota C-HR+
  1 / 18   Toyota C-HR+

Der Toyota C-HR ist familienintern, aber auch generell ein echtes Erfolgsmodell. Das extrovertiert gestylte SUV-Coupé hat sich einen Namen gemacht, eine Tatsache, die sich Toyota für seinen nächsten großen Wurf in Sachen E-Mobilität zu Nutze macht. Ja, richtig gelesen, E-Mobilität. Wer hinter dem C-HR+ auf ein Sondermodell des C-HR oder vielleicht eine neue Ausstattungslinie gehofft hat, wird enttäuscht sein. Oder sich freuen, dass seine Wesenszüge auch in einem Vollelektriker zu haben sind.

 

Tatsächlich ist auch der C-HR+ ein SUV-Coupé mit Hang zum Crossover. Diese eine klassische Schublade gibt es in dem Fall nicht, was als Kompliment zu sehen ist. Klar ersichtlich ist der Verzicht auf allzu martialische Details oder Kanten, das Design ist schnörkellos und wie aus einem Guss, quasi aerodynamisch optimiert. Markante Unterschiede zum fossilen Bruder tun sich auch bei der Statur auf. Der C-HR+ ist eine ganze Nummer größer, der Radstand als Beispiel wuchs um elf Zentimeter. 

 

Damit einher gehen feine Platzverhältnisse auf allen Plätzen. Vorne herrscht sowieso maximale Bewegungsfreiheit, aber auch im Fond geht es für ein SUV-Coupé recht luftig zu. Etwas knapper wird es im Heck. 416 Liter Kofferraumvolumen sind aber soweit okay, auch weil gut nutzbar und variabel, bei umgelegten Fondlehnen nimmt der C-HR+ 1.140 Liter auf. Vermisst haben wir in dem Kontext nur einen Frunk unter der Motorhaube, trotzdem ist der Toyota unterm Strich ein feiner Reisewagen.

 

Das war jetzt ein kleiner Vorgriff auf den Antrieb als Dreh- und Angelpunkt für oder wider weite Strecken. Auf der rein elektrischen Toyota New Global Architecture – Plattform basierend sind für den Japaner zwei Akkugrößen in drei Leistungsstufen zu haben. Mit 224 PS ist die mittlere Variante der Reichweitenkaiser, wer wären wir aber, wenn wir uns nicht die Top-Version mit 343 PS aus zwei E-Motoren und ergo dessen Allradantrieb zu Gemüte geführt hätten.

 

Druckvoll beschleunigt der C-HR+ damit in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Eh voll super, aber wir haben mittlerweile gelernt, dass man die volle Leistung weniger zur Demütigung fossiler Sportwagen denn für spontane und kurzweilige Überholmanöver nutzt. Das macht dann aber auch richtig Spaß, via Allrad und dem eher komfortablen Fahrwerk sind Gelassenheit und Komfort ebenfalls Teil des Alltages. 430 Kilometer Reichweite sind locker drin, via maximal 150 kW Ladeleistung, Vorkonditionierung und serienmäßiger Wärmepumpe ist der Toyota hier bestens aufgestellt.

 

Die von uns getestete Top-Ausstattung „Lounge“ glänzt darüber hinaus noch mit 20“ Felgen, 22 kW AC-Laden, Keyless, Toyota Safety Sense-Assistenzpaket und vielem mehr. Nicht finden wird man ein Head-up-Display, keine Sorge, den Part übernimmt das etwas höher platzierte 7-Zoll Infodisplay. Ihm zur Seite steht ein recht einfach gestalteter 14 Zoll Touchscreen und, noch besser, eine Vielzahl an klassischen Tasten und Drehreglern. Verarbeitung und Materialien? Top.

 

Detto die Garantie. Toyota ist hier mit bis zu 10 Jahren und/oder 160.000 Kilometer ganz weit vorn. Beim Preis dafür quasi mitten drin, unser Top-Modell startet bei 52.190,00 EUR, das Basismodell bereits bei 40.990,00 EUR.

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Echt lässig: Dass er alles hat, was ein modernes E-Auto auszeichnet.

 

Echt stressig: Angesichts des Allradantriebes die fehlende Skidurchreiche.

 

Echt fett: Die Garantie.

 

Echt schade: Dass der Aufmerksamkeitsassistent so aufmerksam ist.

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Daten Toyota C-HR+ 4WD Lounge

Motor: 72,0 kWh Akku (Netto)

Spitzenleistung: 343 PS

Dauerleistung: 184 PS

Max. Drehmoment: 338 Nm 

Reichweite: ca. 450 km

Vmax: 180 km/h

0 auf 100 km/h: 5,2 Sek   

Preis Basismodell ab 40.990,00 EUR  

Preis Testmodell ab 52.190,00 EUR

 

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