Auf den Hutberg

Online  Redaktion Tips Redaktion Online Redaktion, 09.02.2017 14:16 Uhr

Es hat sich einiges getan in der idyllischen Bergbauernregion Vorderstoder: Im Ortsbereich verführt ein soeben fertig gestellter, 3 km langer Parcours zum Wander- Minigolfen und über die einst unwegsame Gipfelkuppe des nahen Hutberges wurde ein Themenweg angelegt, der nicht nur interessante Einblicke ins Leben der Stodertaler liefert, sondern auch einen weiten Blick von der neu errichteten Aussichtskanzel gewährt.

von MICHAEL WASNER

 

Blicken wir von der Hauptstraße Richtung Kirche, so sehen wir links davon den bewaldeten Hutberg, darunter rechts eine Wiese mit dem Almgasthof Baumschlagerberg, unser erstes Zwischenziel. Einen Besuch wert ist auch die Pfarrkirche St. Leopold, deren Inneres vom barocken Hochaltar mit einem Gemälde von M.J. Schmidt beherrscht wird. Beim Stockerwirt dann die ersten Wegschilder. Unsere Route „über Baumschlagerberg zum Stoderer Weitblick“ hat die Nr. 11. Diese führt vorerst gemeinsam mit dem Weitwanderweg 201 nach dem Gh. Bergpfeffer in der Rechtskurve links von der Straße weg, steil abwärts zum Loigisbach und auf Prügelwegen durch die Au hinaus zum Güterweg Huttererseite, den wir, mit schönem Blick aufs Prielmassiv, bis zu den Hackl-Liften hoch marschieren. Beim folgenden Bärengut wird links entlang eines steilen Grabens die weite Straßenkehre abgekürzt und der Almgasthof Baumschlagerberg (MO u. DI geschlossen) anvisiert (950 m – ¾ Std.). Hier beginnt der mit 10 Guckstationen und Schautafeln ausgestattete „Rundweg Baumschlagerberg Nr. 13“. 

 

Gelbe Tafeln mit der Inschrift „Stoderer Weitblick“ sind von nun an bis hinauf zur Aussichtskanzel wegweisend. Ein Rastplatz mit Liege und toller Aussicht belohnt den steilen Wiesenanstieg hinauf zum „Überblick“. Als „Stümml Olaa“ wird das folgende Waldstück bezeichnet, wovon der „Vergangenheitsblick“ zu berichten weiß. Auf einem Schießstand des parallel verlaufenden Wildererweges kann die Treffsicherheit getestet werden. Dann leitet die Markierung hinaus zu einer Forststraße. Gegenüber beginnt eine von Halteseilen entschärfte kurze Steilstufe. Dahinter wird das Gelände wieder sanfter, der Wald lichtet sich und gewährt „Einblick“ zur Zellerhütte und einen „Gipfelblick“ zum höchsten Berg Oberösterreichs. Ein alter Jagdpfad quert die sanfte Kuppe des Hutberges (1191 m – ¾ Std.), wo nun ein Rastplatz zur Gipfeljause einlädt und daneben das Fernrohr des „Geschichtsblick“ genau auf die im Tal befindliche Pfarrkirche gerichtet ist.

Den „Stoderer Weitblick“ genießen w i r e i n S t ü c k weiter, kurz a b s t e i g e n d , von der exponiert liegenden Aussichtsplattform. Im folgenden Abstieg ist der „Rundweg Baumschlagerberg“ wegweisend. Nach dem „Scharfblick“ auf eine Jagdtrophäe ist abermals ein Halteseil beim Überwinden eines Steilstückes behilflich, ehe übers „Blickdicht“ zu einem querenden Karrenweg hinausspaziert wird, welcher in der Nordflanke des Berges zügig abwärts den „Märchenblick“ folgen lässt. Auf den beginnenden Forstwegen dann gut auf die Abzweigung nach Vorderstoder achten (nach ca. 5 Min. auf Seehöhe 930 m), denn diese wird erst im Vorbeigehen sichtbar. Vom Weitblick bis hierher benötigt man eine gute ¾ Std. Wer nur den Themenweg begeht, erreicht leicht ansteigend, vorbei an 2 weiteren Stationen nach 10 Min. wieder den Almgasthof, während nach Vorderstoder, stets auf Weg Nr. 13, über Pferdehof Edtbauer – Hammerlgraben und beim Schafferhof links über Wiesen mit weiteren ¾ Std. Gehzeit zu rechnen ist. Ob da noch Zeit für eine Runde Wander- Minigolf bleibt? 

 

GEHZEIT:

3 Stunden, nur für Themenweg 2 Stunden (reine Gehzeit)

ANSTIEGE: 460 m, für Themenweg 270 m

WEGBESCHAFFENHEIT:

Güter-, Wald- und Wiesenwege; Schläger, Ball und Streckenplan für`s Wander-Minigolf sind beim Gemeindeamt bzw. Hotel Stockerwirt für 4 Euro erhältlich 

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