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BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Fünf Studien zur Geschichte des konfessionellen Zeitalters enthält das neueste Beiheft des „Neuen Archivs für die Geschichte der Diözese Linz“ aus dem Diözesanarchiv. Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation (1517-2017) hat unter anderem Petrus A.Bayer aus dem Stift Schlägl einen Beitrag verfasst.

Petrus A. Bayr stellt Beispiele aus dem Umfeld des Stiftes Schlägl vor. Foto: Weihbold
  1 / 2   Petrus A. Bayr stellt Beispiele aus dem Umfeld des Stiftes Schlägl vor. Foto: Weihbold

Bayers Studie zeigt mit Beispielen aus dem geschichtlichen Umfeld des Stiftes Schlägl, dass die Bildung homogener Konfessionen ein langer und vielschichtiger Prozess war, in dem schließlich dem Bekenntnis zum Laienkelch eine Schlüsselrolle zukam. Sie ist im neuesten Werk des Diözesanarchivs nachzulesen, ebenso wie ein Beitrag von der neuen Archivarin im Diözesanarchiv, Magdalena Egger, die über Matriken als Quelle des konfessionellen Zeitalters schreibt.

Vielfältige Beiträge zur Diözesangeschichte

Klaus Birngruber, neuer Leiter des Archivs, verfolgt in einer Studie das bewegte Schicksal einer evangelischen Adelsfamilie des Mühlviertels, die aufgrund der Reformation das Exil wählte. Peter Michael Franz Vogl zeigt in seinem Aufsatz, dass das Stiftungswesen in Eferding im Zeichen der Konfessionialisierung bemerkenswerte Kontinuitäten aufrechterhalten konnte. Superintendent Gerold Lehner befasst sich mit der Geschichte des „neuen Glaubens“ im 16. Jahrhundert, der sich in einer vielfach „prekären“ Situation immer wieder „Freiräume“ erschließen konnte. Monika Würthinger, Direktorin a.D. des Diözesanarchivs, lässt in ihrem Beitrag 26 Jahre Archivarstätigkleit Revue passieren. Wie abwechslungsreich diese Tätigkeit allein im Jahr 2016 war, davon gibt der Arbeitsbericht des Diözesanarchivs Zeugnis.

Symposiums-Nachbericht

Abgerundet wird das Heft mit Texten und Bildern zum 4. Symposium zur Linzer Diözesangeschichte, das am 14. Oktober 2016 zum Thema „'sunsten ist er gut catholisch' – Evangelisch und Katholisch im Oberösterreich der Reformationszeit“ vom Verein für Linzer Diözesangeschichte veranstaltet wurde.

Das „Neue Archiv für die Geschichte der Diözese Linz“ ist die Plattform des Diözesanarchivs zur Vermittlung von Bausteinen zur Kirchengeschichte des Landes. Seit 1981 werden in zwangloser Folge Aufsätze und Dokumentationen zur Bistumsgeschichte geboten.

Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz, Beiheft 17, Linz 2017

ISBN 978-3-902195-16-9

Preis regulär: € 15, Abonnentenpreis: € 12

Zu beziehen bei:

Diözesanarchiv Linz, Harrachstraße 7, 4020 Linz

Tel. 0732 / 771205 – 8608

archiv@dioezese-linz.at

www.dioezese-linz.at/dioezesanarchiv


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