Böhmerwald-Bürgermeister sind geschlossen gegen Errichtung eines Dunkelheitsreservates
BÖHMERWALD. „Für uns vier Bürgermeister war es sehr verwunderlich, aus den Medien zu erfahren, dass unsere Gemeinden zum Dunkelheitsreservat gehören könnten“, sagt die Aigen-Schlägler Bürgermeisterin Elisabeth Höfler, und spricht sich gemeinsam mit ihren Amtskollegen aus Schwarzenberg, Klaffer und Ulrichsberg gegen die Gründung eines solchen aus.

Wie berichtet, ergab eine Studie der Uni Wien im Auftrag des Landes Oberösterreich, dass die Region im Böhmerwald alle Voraussetzungen für ein solches Reservat erfüllen würde. Sie gehört zu den dunkelsten Flecken in Oberösterreich. In einem Dunkelheitsreservat müssten viele Auflagen hinsichtlich Beleuchtung umgesetzt werden.
Schon genug Hürden für Gemeinden
Bürgermeister Michael Leitner aus Schwarzenberg: „Wir müssten die Beleuchtungszeiten in den Gemeinden redzuieren, das würde uns im Kooperationsraum Böhmerwald massiv einschränken.“ Und Höfler ergänzt: „Es gibt schon genug Hürden für uns Gemeinden, zum Beispiel durch Natura 2000 und vieles mehr. Nachhaltigkeit ist für uns Bürgermeister ein wichtiges Thema, aber es hat auch seine Grenzen. Die Errichtung eines Dunkelheitsreservates im Böhmerwald würde der positiven Weiterentwicklung unserer Region einen gewaltigen Riegel vorschieben“, sagt Höfler weiter.
Eines der wichtigsten Projekte für die Region sei derzeit die Erweitung der Flutlichtanlage am Hochficht. Es geht um die Verlängerung der bereits bestehenden Beleuchtung an zwei Abenden.


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