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Mundartdichter Erich Stockinger: „Ich schreib im Dialekt, die Schriftsprache liegt mir nicht so“

Sevim Demir, 11.10.2018 11:05

AIGEN-SCHLÄGL. Erich Stockinger (70) fing klein an mit dem Schreiben, mittlerweile zählt der Mundartdichter aus Aigen-Schlägl vier eigene Werke und auch zahlreiche Lesungen hält er immer wieder mal ab. „Aber ich mach mir keinen Stress mehr in meinem Alter“, schmunzelt er.

Erich Stockinger schreibt schon immer gerne seine Gedanken nieder. Foto: Demir
Erich Stockinger schreibt schon immer gerne seine Gedanken nieder. Foto: Demir

Geschrieben hat der heutige Mundartdichter immer schon gerne. „Früher bin ich berufsbedingt viel herumgekommen und hatte viel Zeit zum Nachdenken, da ich alleine unterwegs war und irgendwann hab ich mir gedacht, ich schreib mir jetzt mal auf was mir gefällt oder was mich berührt.“ So haben die Dinge ihren Lauf genommen.

Vier eigene Bücher

Erich Stockinger hat mittlerweile vier Bücher geschrieben und diese auch tausendfach verkauft. „Bücher werde ich keine mehr schreiben, aber die Vorlesungen machen mir Spaß“, erzählt er zufrieden. 2004 wurde er vom Landeshauptmann zum Konsulent für Mundart- und Volkskultur ernannt. 2012 wurde ihm der Rohrbacher Kulturpreis überreicht. Inspirationen holt sich der Mundartdichter in der Natur, unter Leuten oder eben am Wirtshaustisch. „Im Wirtshaus erfährt man die besten Geschichten – ein paar Wortspielereien und fertig ist die Gaudi“, lacht er.

Seine Sicht auf die Dinge

Er selbst bezeichnet sich eher als ernsten Mensch. „Meine Gedichte sollen zum Nachdenken anregen, ich möchte die Menschen berühren und nachdenklich stimmen“, erklärt er. Und wenn er nicht gerade schreibt, dann ist er gerne in seiner kleinen Tischlerei oder bei seinen Bienen. „Ich bin zufrieden, ich lebe im schönsten Land der Welt, musste bis auf einen Schicksalsschlag keine schlechte Zeit erleben und hatte immer was zum Essen“, resümiert er zufrieden.

Als nächstes ist er am Aigen-Schlägler Adventmarkt zu hören.


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