Farbenfrohes Tulpenmeer kündigt die baldige Landesgartenschau an

Sevim Demir Sevim Demir, Tips Redaktion, 24.04.2019 15:29 Uhr

AIGEN-SCHLÄGL. Inmitten eines Tulpenmeeres eröffnet unter dem Motto Bio.Garten.Eden am 17. Mai die erste Landesgartenschau mit Bio-Zertifikat in Aigen-Schlägl. Große und kleine Besucher können sich ganz nach den Ausgangspunkten „Genießen, entdecken und entschleunigen“ auf ein vielfältiges Programm freuen.

„Wir wollen mit diesem einzigartigen Konzept neben dem Stammpublikum auch zusätzliche Zielgruppen erreichen, die nachhaltig denken und handeln“, mit diesen Worten eröffnet Landeshauptmann Thomas Stelzer den Countdown zur Landesgartenschau die von 17. Mai bis 13. Oktober stattfindet. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Stift Schlägl, Marktgemeinde Aigen-Schlägl und der Bioschule Schlägl ist es möglich den Besuchern, neben dem farbenprächtigen Blumenmeer, ein vielfältiges Erlebnis mit thematischen Schwerpunkten anzubieten. Auch Landesrat Max Hiegelsberger zeigt sich begeistert: „Noch nie wurde in so einem Umfeld eine Landesgartenschau aufgestellt. Das unterstreicht einmal mehr die Einzigartigkeit der Region.“

Neben verschiedensten Gartenmodellen gibt es für die Kinder viele Spielflächen. Zudem erwarten die Besucher informative Stationen und Orte zum Entspannen und Entschleunigen. Rund um die Bioschule dreht sich alles um den Bio-Kreislauf und die Themen Bienen, Wassern, Boden, Fruchtfolge und Verbraucherverhalten. „Kreislaufwirtschaft ist das Gebot der Stunde und ganz wichtig für unsere Zeit. Wir wollen Bio wieder in den Garten bringen“, meint Johann Gaisberger, Direktor der Bioschule Aigen-Schlägl.

Schöpfung im Zentrum der Aufmerksamkeit

Neben dem Stiftergarten mit seiner Bücheroase, den Gemeindebankerl-Rundweg und dem Glashaus der floralen Schätze, wurde auch das Stift Schlägl mit dem Themenschwerpunkt „Eden“ wesentlich in die Landesgartenschau eingebunden. Der Inselgarten sowie der Schöpfungsgarten sind ein echter Höhepunkt. „Im siebenteiligen Schöpfungsgarten wird die biblische Schöpfungserzählung mit dem Höhepunkt des Ausruhens präsentiert“, beschreibt Abt Martin Felhofer den Bereich der Entschleunigung. „Übrigens entsteht dieser dort, wo ich früher immer Fußball gespielt habe“, verrät der Abt.

Tulpen in Bio-Qualität

„Bio.Garten.Eden steht für den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, Ressourcen und uns Menschen. Dabei haben wir viele neue Wege beschritten, auch wenn wir dabei oft an unsere Grenzen gestoßen sind“, erzählt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Barbara Kneidinger. Sogar die Tulpen im Eingangsbereich sind in Bio-Qualität aus Holland angeliefert worden.

Nachhaltigkeit ist ein roter Faden

Ob die Verwendung von spezieller Erde bis hin zur Rücknahme des Verpackungsmaterials der Pflanzen: Das Thema Nachhaltigeit zieht sich durch das ganze Konzept. „Bereiche wie etwa die Schlägler Terrassen, der Schöpfungsgarten oder der Bio-Kreislauf sollen der Bevökerung sowie den Besuchern in Aigen-Schlägl auch nach der Landesgartenschau noch Freude bereiten“, informiert Bürgermeisterin Elisabeth Höfler.

Am Ende des barrierefreien Rundgangs bietet der Bio.Wirt kulinarische Köstlichkeiten aus der Bioregion Mühlviertel an. Im Stiftskeller erwartet die Besucher die bewährte Kombination aus Tradition und Leidenschaft.

Unterstützung vom Land

Die Kosten der Landesgartenschau belaufen sich auf insgesamt 8,8 Millionen Euro. Laut Stelzer sie mit 7,4 Millionen Euro vom Land OÖ gefördert. Die verbleibenden 1,4 Euro sollen durch Eintritte erwirtschaftet werden.

Landesgartenschau Aigen-Schlägl

17. Mai bis 13. Oktober

Kassen: 7 bis 18 Uhr

Mehr Infos unter www.biogarteneden.at

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