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AIGEN-SCHLÄGL. Die Untersuchung der Wirkung von Pilzgerste zur Bekämpfung der heuer bereits stark aufgetretenen Maikäfer-Engerlinge hat sich das Biokompetenzzentrum Schlägl zur Aufgabe gemacht. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Foto: S.O.E / Shutterstock.com
Foto: S.O.E / Shutterstock.com

Der große Fraß der Engerlinge im Bezirk Rohrbach wird zwar erst für das kommende Jahr erwartet, durch die zusätzliche Dürre entstanden im Grünland aber heuer schon große Schäden.

Viele Bauern aus der Region blicken ungern in das Jahr 2013 zurück, wo der Schädling viele Hektar Grünland gefressen hat. Mehr als hundert Betriebe aus dem Bezirk haben damals auf zumindest einem Teil ihrer Flächen auch auf eine alternative und präventive Bekämpfungsmethode gesetzt – die Aussaat von Pilzgerste. Der darin enthaltene Pilz greift die Engerlinge an. Durch die neuerliche Problematik werden Überlegungen laut, ob ein wiederholter Einsatz praxistauglich und zielführend ist. Deshalb hat das Biokompetenzzentrum Schlägl untersucht, ob der Pilz nach fünf Jahren überhaupt noch im Boden – und das in ausreichender Dichte – vorhanden ist. Dazu wurden 2014 Bodenproben von Flächen dreier Betriebe im Bezirk genommen und an der Universität Innsbruck untersucht.

Pilzgerste wirkt

Das Ergebnis zeigt, dass bei jedem Standort eine ausreichende Pilzdichte vorhanden war, sogar weit über dem gewünschten Grenzwert. Im heurigen Juni erfolgte auf genau denselben Flächen erneut eine Untersuchung. Das Ergebnis zeigt, dass auch nach fünf Jahren noch ausreichend Pilzkolonien im Boden sind. Auch eine Befragung unter den Landwirten ergab, dass ein Großteil der mit Pilzgerste behandelten Flächen heuer nicht oder nur leicht vom Engerlingfraß betroffen waren. Die meisten Befragten würden die Pilzgerste wieder anwenden. Allerdings ist das mit rund 500 Euro pro Hektar sehr teuer. Deshalb hofft man auf Zuschüsse seitens der Politik.


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