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AIGEN-SCHLÄGL. Wie oft der Schlägel geschwungen werden musste, bis er endlich floss, der Schlägler Doppelbock 2018, das hat wohl niemand mitgezählt. Filmreif war jedenfalls, dass genau bei Braumeister Reinhard Bayer das ersehnte Sprudeln zu sehen war – er braute nämlich mit seinem 20. Doppelbock sein persönliches Jubiläumsbier.

Reinhard Bayer (l.) musste sich seinen persönlichen Jubiläumsbock hart verdienen. Foto: Hanner
  1 / 2   Reinhard Bayer (l.) musste sich seinen persönlichen Jubiläumsbock hart verdienen. Foto: Hanner

Messingfarben mit Reflexen von Bernstein und Bronze: So wird der heurige Schlägler Doppelbock beschrieben. Das Starkbier ließ sich aber bitten. Der zur Festansprache geladene Prior Pater Johannes Pausch aus dem Europakloster Gut Aich sollte eigentlich den köstlichen Saft zum Fließen bringen. Alles zuschlagen half aber nichts, der Zapfhahn wollte nicht ins Fass. Landeshauptmann außer Dienst Josef Pühringer dachte wohl, als erfahrener Bieranstecher sei das keine allzu schwere Aufgabe – doch weit gefehlt und selbst Abt Martin scheiterte an dem eigenwilligen Fässchen. Erst Braumeister Reinhard Bayer meisterte die Aufgabe mit einigen beherzten Schlägen.

Schlüssel zum Paradies

Das Warten hat sich aber offensichtlich gelohnt: „Als Wirtshauskind aus Bayern ist ein Bockbier-Anstich so etwas wie der Schlüssel zum Paradies, den hab“ ich mir heute quasi abgeholt“, kommentierte Pater Pausch, der zur Festrede mit kabarettreifen Anekdoten aus seinem Leben die Gäste aus Wirtschaft und Politik im Vereinshaus unterhielt. Im Bier vereinen sich drei Botschaften aus der Gründungslegende des Stiftes Schlägl, so Abt Martin Felhofer, nämlich Dankbarkeit, Heimat und die Fähigkeit, nicht aufzugeben und Mut zu haben.

Neues Bier aus neuen Tanks

Derzeit wird im Zuge der Vorbereitungen für die Landesgartenschau im kommenden Jahr und des laufenden Jubiläumsjahres in der Brauerei viel gebaut. Im Februar sollen die derzeit neu entstehenden Brautanks erstmals befüllt werden, im April die ersten Biere abgefüllt und ausgeliefert. „Zur Gartenschau wird es auch ein eigenes Bier geben, ein Biobier natürlich“, verriet Stiftskämmerer Markus Rubasch.


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