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AIGEN-SCHLÄGL. Als ob er es schon immer gemacht hätte – so verlief für Abt Lukas aus dem Stift Schlägl dessen erster Doppelbock-Anstich in der Stiftsbrauerei.

Foto: Hanner
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Vor versammelter Prominenz genügte ein beherzter Schlag, um das flüssige Gold zum Laufen zu bringen. „Weiß gekrönt und bernsteinfarben mit orangen Reflexen ist der heurige Doppelbock dicht und doch nicht überladen an Aromen. Vollmundig im Geschmack, begleitet von einer weich abgerundeten Süße“, beschreibt Braumeister Reinhard Bayer das 2019er-Meisterwerk, das bei Verkostungen bereits in höchsten Tönen gelobt wurde.

Ein Jahr voller Leben

„Wir können heute gleichsam Erntedank feiern für ein ereignisreiches Jahr“, meinte Stiftskämmerer Markus Rubasch, denn 2019 stand im Zeichen dreier Großereignisse: der Landesgartenschau, der Abt-Wahl und des Jubiläums 800 Jahre Stift Schlägl.

Abt Lukas hielt Rückschau und meinte: „Wir waren in diesem Jahr ein Kloster, umgeben vom Paradies und spürten immer wieder den Auftrag, dieses Paradies zu schützen und zu erhalten.“ Nachhaltigkeit und Regionalität seien Werte, die im Bier spürbar sein sollen. Dafür würden die Brauerei-Mitarbeiter tagtäglich mit ganzem Herzen arbeiten. „Ich wünsche uns, dass der neue Doppelbock mundet und uns das Herz erfreut“, so der Abt.

Nicht selbstverständlich

Nur lobende Worte fand auch Ehrengast Wolfgang Stempfl für die Schlägler Brauerei. Stempfl war 16 Jahre lang Geschäftsführer der Brau-Akademie Doemens ins München und ist ein langjähriger Freund Schlägls. „Man spürt, dass hier das Herz, die Liebe, der Enthusiasmus und die Leidenschaft für das Bier bewahrt wurde. Das ist nicht selbstverständlich.“


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