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Altlengbach/Gutenstein: Der diesjährige Theaterausflug führte die Teilnehmer/Innen des Pensionistenverbands Altlengbach|Innermanzing in den Süden Niederösterreichs, ins schöne Piestingtal.

Teil der Reisegruppe vor dem Waldbauernmuseum. V.l.n.r.: Alois Goiser, Christine Goiser, E. Markl, Anni Berger, Hannelore Weichselbaum, Wolfgang Luftensteiner, Brigitte Ecker, Anita Holzer, Judith Tüchler, Margit Brosenbauer, PV Vors. Erwin Willinger, Rosi Phillipp, Anni Luckner, Brigitte Brodtrager, Elisabeth Ecker, Paul Phillipp, Fritz Weninger, Margit Weninger, Renate Huber, Lieselotte Musilek, Franz Huber, Grete Jäger, Hannelore Wallner, Ilona Donner, Helene Mladek (Foto: Franz Tüchler)

Der zentrale Ort des Tales, Gutenstein, liegt im Bezirk Wiener Neustadt, hat ca. 1350 Einwohner, umfasst eine Fläche von rd. 104 km² und liegt in den sog. Gutensteiner Alpen. Gutenstein ist seit jeher mit der Kirche auf dem Mariahilfberg ein bekannter Wallfahrtsort. Die Kirche wurde 1688 eingeweiht und beherbert eine Kopie des Mariazeller Gnadenbildes.

Romantisch gelegen an der glasklaren Piesting hat sich Gutenstein aufgrund seiner klimatischen Lage einen Namen als Luftkurort erworben. Maler, Dichter und Musiker schätz(t)en die herrliche Lage und wurden hier zu manchem Kunstwerk inspiriert.

Der melancholisch-poetische Dichter Ferdinand Raimund erkor Gutenstein zu seiner Wahlheimat. Er war zeitlebens depressiv. 1836 wurde er von einem Hund gebissen. Seine panische Angst vor einer Tollwutinfektion führte dazu, dass er in Pottenstein einen Selbstmordversuch unternahm und infolge dessen am 5.9.1836 verstarb. Er wurde über eigenen Wunsch auf dem kleinen Bergfriedhof in Gutenstein beigesetzt. Die Krönung des Raimund'schen Wirkens in Gutenstein gipfelt heute in den jährlichen Sommerspielen im Schlosspark. Im benachbarten Meierhof hat sich die „Meisterklasse Gutenstein“ etabliert. Hier arbeiten und musizieren junge, talentierte Musiker, geben Kurse und Konzerte.

Wir besuchten eine Vorstellung des romantischen Zauberspiels „Der Diamant des Geisterkönigs“, in dem u.a. die Schauspieler Andrea Eckert als „Hoffnung“ und Karl-Ferdinand Kratzl als „Geisterkönig Longimanus“ brillierten.

Nach dem Mittagessen im Gasthof „Zum Bergmann“ und einem kurzen Abstecher in die wunderschöne Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg stand nachmittags noch das Waldbauernmuseum auf dem Programm. In einer sehr interessanten Ausstellung werden hier rund 2.200 Objekte aus dem Leben der Waldbauern sowie dem bäuerlichen, holzverarbeitenden Gewerbe zu den Themen Köhlerei, Kalkbrennerei und Holzschindelherstellung gezeigt.

Mit schönen Eindrücken eines schwülen Sommerausflugs in Niederösterreichs südliche Gefilde kehrten wir abends wieder wohlbehalten in den Wienerwald zurück.


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