„Solange ich kann und gesund bin, werde ich auch weitermachen“

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Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 28.08.2019 07:47 Uhr

AMPFLWANG/OÖ. In Oberösterreich sind mehr als 200.000 Ehrenamtliche in den Sportvereinen tätig. Um diese Menschen und ihren unentgeltlichen Einsatz in den Fokus zu stellen, vergibt Tips gemeinsam mit Sportland OÖ, OÖ Nachrichten, Life Radio und TV1 heuer einen Ehrenamtspreis und sagt damit „Danke schön“.

Mit 75 Jahren kann Werner Plank aus Ampflwang auf ein „sportreiches“ Leben zurückblicken. Durch seine Liebe zum Sport – unter anderem Fußball, Leichtathletik, Skifahren, Langlauf und Skispringen –  ist er auch zum Skiclub Ampflwang gekommen. Im Verein hat er sich vermehrt engagiert, als auch seine beiden Söhne mit dem Skifahren angefangen haben. 1979 wurde ihm die Frage gestellt, ob er den Verein als Obmann leiten könnte. „Ich bin oft einfach ins kalte Wasser geschmissen worden“, lächelt Plank, der beruflich als Betriebsleiter bei der Firma Naturana tätig war, ehe er 2004 in Pension ging.

15 Jahre lang als Obmann tätig

Gesagt, getan. 15 Jahre lang lenkte er die Geschicke des Vereins. „Wir hatten damals in Ampflwang noch die wunderschöne Bergmannschanze mit vielen Veranstaltungen“, erinnert er sich. Auch Ausflüge, Bälle, Veranstaltungen, oder Zugfahrten mit der Dampflok wurden während seiner Obmannschaft organisiert. Dem Skiclub Ampflwang, der 1953 gegründet wurde, gehören rund 1.000 Mitglieder an. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die Marktgemeinde etwa 3.500 Einwohner hat.

Als Sprungrichter unterwegs

„Mein Bestreben war immer der Breitensport. Es ist mir wichtig, dass alle Mitglieder in irgendeiner Weise beschäftigt sind“, so Plank. Erst als er Raiffeisenkassa-Obmann wurde, legte Plank – der auch in der Wirtschaftskammer aktiv war – seine Funktion wegen Unvereinbarkeit zurück. Aktiv ist er nach wie vor bei diversen Sportveranstaltungen. „Ein Kollege beim Skiclub war FIS-Sprungrichter, er hat mir die Kampfrichter- sowie die Sprungrichter-Ausbildung nahegelegt“, erinnert sich Plank. Seit 1981 ist er als Sprungrichter in Oberösterreich und darüber hinaus bei Wettkämpfen tätig. „Ich habe dabei viele schöne Sachen erlebt, zuletzt etwa war ich 14 Tage lang in Seefeld bei der nordischen Ski-WM dabei“, ist Plank dankbar.  Ende September geht es nach Hinzenbach zum Weltcup-Springen der Herren, wo er wahrscheinlich für die Materialkontrolle zuständig sein wird. Der Ampflwanger ist auch als Chefkampfrichter bei der Internationalen Kinder 4-Schanzen Tournee im Einsatz.

„Es ist mir ein großes Anliegen, die Jugend zum Sport und zum Skifahren zu bringen“, sagt er. Plank ist immer dabei, wenn er gebraucht wird, etwa bei Kinderskikursen oder als Shuttle-Bus-Fahrer bei Special Olympics-Bewerben. „Es ist einfach schön, wenn man die Begeisterung sieht, aber auch die Aufregung, wenn etwa ein kleiner Bub am Zitterbalken auf der Schanze sitzt – und dann trotzdem springt!“

Plank ist aber auch bewusst, dass es immer weniger gelingt, Freiwillige für das Ehrenamt im Sport zu finden. Viele Berufstätige pendeln aus, andere werden von der Verantwortung beim Thema Sicherheit abgeschreckt. „Wenn etwas passiert, ist heutzutage der Teufel los, das tun sich viele nicht mehr an!“ Er weiß aber: „Solange ich kann und gesund bin, werde ich auch weitermachen.“ Denn für ihn überwiegt bei weitem das Positive. „Wenn ich mit der Jugend zu tun habe, fühle ich mich selber auch noch jung. Ich habe Größen wie Andi Goldberger oder Michael Hayböck seit ihrer Kindheit miterlebt. Da ist es einfach schön zu sehen, was aus ihnen geworden ist.“

Voting-Phase startet

Um engagierte Menschen wie Werner Plank vor den Vorhang zu holen, vergeben das Sportland OÖ in Zusammenarbeit mit Tips, OÖ Nachrichten, Life Radio und TV1 den Ehrenamtspreis, um damit „Danke schön“ zu sagen. Der Abstimmungszeitraum dauert bis zum 30. September. Bis dahin können Tips-Leser ihre Stimme einmal täglich auf www.tips/ehrenamt und www.nachrichten.at/ehrenamt abgeben. Die zahlreichen Mitarbeiter und Funktionäre auf dieser Liste wurden von den Sportvereinen in allen Bezirken nominiert. Die Sieger werden bezirksweise ermittelt; der Bezirkssieger mit den meisten Stimmen wird auch Landessieger.

Das Voting für den Ehrenamtspreis „Danke schön“ läuft von 28. August bis 30. September. Es werden sowohl Bezirkssieger als auch der Landessieger ermittelt. Dem Bezirkssieger winken 1.000 Euro Preisgeld, der Landessieger erhält 1.500 Euro. Abgestimmt werden kann nur einmal pro Tag.

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