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AMSTETTEN. Der 37-Jährige, der gestern Nachmittag in Greinsfurth seine Frau erstochen haben soll, war in Amstetten nicht unbekannt. Nun meldeten sich einige Gemeindebürger zu Wort.

Symbolfoto: Wodicka
Symbolfoto: Wodicka

In Amstetten versuchte der 37-Jährige bei Hausbesuchen als auch vor Einkaufszentren und in Lokalen, Menschen zu überzeugen, zum Islam zu konvertieren. „Ich habe ihn zum ersten Mal beim Hofer getroffen, als er mir am Handy einen „Lies-Koran“ (Koranverteilungskampagne, die in Deutschland gestartet wurde; Anm.d.Red.) gezeigt hat. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass es keine Art ist, andere Leute darauf anzusprechen“, sagt ein Amstettner. Aggressiv sei der türkisch-stämmige Tiroler aber nie gewesen. Bei der Bluttat gehen die Ermittler ohnehin von einer reinen Beziehungstat aus.

Missionieren ist nicht verboten

Die Belästigungen hätten aber immer mehr zugenommen, wie ein Anrainer berichtet: „Als wir auf der Terrasse saßen, sagte er, dass Frauen keinen Alkohol trinken dürfen. Meiner Mutter wollte er sogar einmal die Zigarette wegnehmen.“ Der Verdächtige habe nicht nur ständig bei Häusern angeläutet, sondern sogar am Spielplatz beim Stockschützenplatz in Greinsfurth Kinder angesprochen. Warum die Polizei nicht schon früher eingeschritten ist, versteht er nicht. „Auf öffentlichen Plätzen wurde der Verdächtige oft genug angezeigt“, entgegnet Polizeisprecher Chefinspektor Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Von Tür zu Tür zu gehen und Missionarstätigkeiten auszuüben sei jedoch erlaubt, solange man sich dabei nicht aggressiv verhält. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Kinder werden durch Kinder- und Jugendhilfe versorgt

Der 37-jährige mutmaßliche Täter und seine 40-jährige Gattin haben vier Kinder. Diese werden derzeit durch die Kinder- und Jugendhilfe der Bezirkshauptmannschaft Amstetten im Familienkreis versorgt und betreut. Die Entscheidungen werden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen - insbesondere dem Gericht - getroffen.


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