Perspektive Kino Amstetten lädt zu zwei Spezialvorführungen ein
AMSTETTEN. Der Verein Perspektive Kino Amstetten zeigt am Mittwoch, dem 29. Jänner (19.30 Uhr) beim Mostheurigen Hauer die Komödie „Die Küchenbrigade“. Am Freitag, dem 31. Jänner (19.30 Uhr) ist im Rathaussaal Amstetten in Kooperation mit dem Verein „g'scheckat“ der Dokumentarfilm „Favoriten“ zu sehen.

Der Film „Die Köchenbrigade“ handelt von Cathy (Audrey Lamy), die seit ihrer Kindheit einen großen Traum hat: Eines Tages will sie ihr eigenes Restaurant haben. Nach einem handfesten Streit mit ihrer Chefin steht sie vor dem finanziellen Ruin. Mit 40 Jahren einen gleichwertigen neuen Job zu finden, stellt sich als aussichtsloses Unterfangen heraus.
Ihr bleibt nichts anderes übrig, als in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als Kantinenköchin anzuheuern. Fortan steht statt Haute Cuisine vor allem Dosenravioli auf dem Speiseplan.
Neben der ungeschickten Küchenbrigade, die aus den Heimbewohnern besteht, ist die Mikrowelle ihr fleißigster Kollege. Es scheint, als sei Cathy in eine kulinarische Sackgasse geraten, aus der es kein Entkommen mehr gibt. Ihren Traum von einem eigenen Restaurant kann sie wohl vorerst beerdigen - oder vielleicht doch nicht?
Dokumentarfilm „Favoriten“
Drei Jahre lang begleitete Ruth Beckermann eine Klasse von Schülern im Alter von sieben bis zehn Jahren sowie deren engagierte Lehrerin in einer großen Volksschule, einer sogenannten Brennpunktschule, im Wiener Bezirk Favoriten.
Mehr als 60 Prozent der Wiener Volksschüler benutzen Deutsch nicht als Erstsprache, und das System leidet unter akutem Lehrermangel.
Obwohl diese Probleme im Film deutlich präsent sind, werden sie nicht direkt angesprochen. Stattdessen lernen die Zuseher die Kinder als Individuen kennen, und sehen, wie sie in der Zeit bis zu ihrem letzten Grundschuljahr lernen, wachsen und sich entwickeln.
Ziel war, die Freuden, Ängste und Nöte der Kinder, ihre Fähigkeiten und Strategien auszuloten und herauszufinden, wer sie sind. Trotz der Schwierigkeiten zu Hause und in der Schule zeigen die Kinder, welche Energie und wie viel Kraft in ihnen steckt, wenn man sie ernst nimmt und unterstützt.
Die Zuseher erleben die täglichen Abenteuer, Kämpfe, Niederlagen und Siege der Kindheit in einem Mikrokosmos der heutigen westeuropäischen Gesellschaft. Einer Gesellschaft, die mit Identitäts- und Migrantenfragen zu kämpfen hat, welche durch Diskussionen über Religion, Geflüchtete oder Gerechtigkeit für Geschlechter von den Schülern direkt angesprochen werden.
„Favoriten“ wurde bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Friedensfilmpreis ausgezeichnet und bei der Viennale mit dem Spezialpreis der Jury gewürdigt.


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