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Perspektive Kino Amstetten präsentiert Drama "Die Saat des heiligen Feigenbaums"

Michaela Aichinger, 04.10.2025 19:03

AMSTETTEN. Mohammad Rasulofs Film „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ (ab 16 Jahren) ist am Mittwoch, dem 15. Oktober um 19.30 Uhr in deutscher Fassung im Rathaussaal Amstetten zu sehen.

Mit "Die Saat des heiligen Feigenbaums" liefert Mohammad Rasulof sein Meisterwerk ab. (Foto: Films-Boutique_Alamode-Film)

Mit „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ liefert Mohammad Rasulof sein Meisterwerk ab: Eine zornige und unverblümte Abrechnung mit dem Unrechtsregime im Iran, erzählt als brillanter, atemloser Politthriller.

Inhalt

Iman ist gerade zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran befördert worden, als nach dem Tod einer jungen Frau eine riesige Protestbewegung das Land ergreift. Obwohl die Demonstrationen zunehmen und der Staat mit immer härteren Maßnahmen durchgreift, entscheidet sich Iman für die Seite des Regimes und bringt damit das Gleichgewicht seiner Familie ins Wanken.

Der strenggläubige Familienvater hat mit der psychischen Belastung durch seinen neuen Job zu kämpfen: Er soll ohne vorherige Prüfung einfach Urteile unterschreiben, die ihm von seinen Vorgesetzten vorgelegt werden. Darunter befinden sich auch Todesurteile.

Er soll niemandem erzählen, was er beruflich macht.

Seine Töchter Rezvan und Sana sind von den aktuellen Ereignissen schockiert und elektrisiert und verfolgen die Geschehnisse auf ihren Handys. Rezvan begehrt sogar gegen ihren Vater auf, während ihre Mutter Najmeh verzweifelt versucht, die Familie zusammenzuhalten.

Als Iman feststellt, dass seine Waffe verschwunden ist, verdächtigt er seine Familie.

Uraufführung beim Filmfestival von Cannes

Die Saat des heiligen Feigenbaums wurde beim Filmfestival von Cannes uraufgeführt und mit minutenlangen Standing Ovation bedacht. Iranische Behörden hatten im Vorfeld versucht, eine Premiere des Films im Ausland zu verhindern.

Mohammad Rasulof, der mit seinen Filmen einige Male gegen die iranischen Zensurvorgaben verstoßen hatte und mit drei Gefängnisstrafen sowie Arbeitsund Ausreiseverboten belegt worden war, wurde im Mai 2024 wieder zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, woraufhin er wenig später aus dem Iran floh.

Kartenreservierung per E-Mail reservierung@perspektivekino.at


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