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Nachfrage nach Zivildienern ist in Niederösterreichs Einrichtungen ungebrochen hoch

Thomas Lettner, 02.01.2019 13:18

NÖ. Im Jahr 2018 haben insgesamt 168 junge Männer ihren Zivildienst in den 48 NÖ Pflege- und Betreuungszentren und sechs in den zwei NÖ Pflege- und Förderzentren geleistet. Mit Anfang Jänner  treten 39 Zivildienstleistende in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren ihren Dienst neu beziehungsweise erstmalig an, dazu kommt ein Zivildiener im NÖ Pflege- und Förderzentrum Perchtoldsdorf.

Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister mit Zivildienern im Pflege- und Betreuungszentrum Wilhelmsburg. Foto: Bayerl

„Insgesamt sind es im Gesundheits- und Pflegebereich 86 Zivildienstleistende, die im neuen Jahr ihren Dienst starten“, berichtet Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Die Nachfrage nach Zivildienst sei in den niederösterreichischen Häusern ungebrochen hoch, freut sich die Landesrätin. „Blickt man auf die letzten zehn Jahre zurück, so waren es von 2008 bis inklusive 2018 in Summe 1.781 Zivildiener in der Pflege und Betreuung älterer, chronisch kranker oder behinderter Menschen in Einrichtungen des Landes Niederösterreich“, so die Landesrätin.

Auch höher qualifizierte Tätigkeiten möglich

Zivildiener helfen bei der Betreuung der Bewohner mit. Eingesetzt werden sie im Bereich der Alltagsbegleitung und Freizeitgestaltung. Sie teilen Mahlzeiten und Getränke aus, erledigen die Hol- und Bringdienste und sind auch bei Ausflügen und Spaziergängen mit dabei. „Die jungen Männer haben in der Regel einen sehr guten Zugang zu den älteren Menschen“, weiß die Landesrätin. Seit die Zivildienstgesetz-Novelle 2013 können Zivildiener, die etwa eine Krankenpflegeschule oder ein Medizinstudium erfolgreich absolviert haben, auch höher qualifizierte Tätigkeiten gemäß dieser Ausbildung beziehungsweise Berufsberechtigung leisten.

Freiwilliges Sozialjahr schafft Einblick in soziale Berufe

Immer beliebter wird in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren auch das Freiwillige Sozialjahr (kurz FSJ), das Mädchen wie Burschen ab 18 Jahren zur Bildungs- und Berufsorientierung für soziale Berufsfelder dienen kann. „Junge Menschen mit sozialem Engagement können in Pflege- und Betreuungseinrichtungen einen Einblick in die Arbeit sozialer Berufe bekommen. Neben sozialer Kompetenz können auch fachliche und organisatorische Fertigkeiten erlernt werden. Manchmal überbrücken Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres auch ein Wartejahr bis zur Aufnahme in diese Ausbildung“, so Teschl-Hofmeister. Burschen können ein Freiwilliges Sozialjahr von einer mindestens zehnmonatigen Dauer außerdem als Zivildienst anrechnen lassen.


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