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NEULENGBACH. In der Stadtgemeinde Neulengbach fand diese Woche das zweite Event der Frauen-Veranstaltungsreihe „100 Jahre Frauenwahlrecht“ statt. Organisiert wird sie vom Generationenreferat des Landes Niederösterreich in Kooperation mit der Zeitschrift „Welt der Frauen“, der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten und der Erzdiözese Wien.

(v.l.) Christiane Feigl, Geschäftsführerin welt der frauen, Christine Haiden, Universitäts-Professorin Gabriella Hauch, Agnes Schierhuber, Mitglied des EU-Parlaments a. D., Maria Rigler, Stadträtin Neulengbach, Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Laura Strobl, Mentee Politik Mentoring, Tini Kainrath, Elisabeth Brückler, NV Versicherung, Irene Neumann-Hartberger, NÖ Landesbäuerin, Anna Rosenberger, kfb-Vorsitzende St. PöltenFoto: Richard Marschik

Vor 100 Jahren hat sich mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts am 12. November 1918 die Tür des politischen Mitspracherechts für Frauen geöffnet. Am 16. Februar 1919 durften Frauen bei der Wahl zur konstituierenden Nationalversammlung auf Bundesebene das erste Mal ihren Stimmzettel an der Wahlurne abgeben. Auf Landesebene konnten Frauen erstmals am 4. Mai 1919 bei der damaligen Landtagswahl ihre Stimme abgeben.

Demokratisches Grundrecht

In einem spannenden Mix aus biografischen Gesprächen, einem Referat über die Geschichte des Frauenwahlrechtes und Talks mit hochrangigen Vertreterinnen wie Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) oder Anna Rosenberger, der Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung, wurde der steinige und mühevolle Weg zu diesem demokratischen Grundrecht schrittweise aufbereitet und thematisiert.

Noch viel Luft nach oben

Im Rahmen der Podiumsgespräche gab Teschl-Hofmeister einen Einblick in die Politik: „Frauen stehen derzeit theoretisch alle Möglichkeiten in Politik und Gesellschaft offen. In der Praxis ist der Anteil an Frauen in politischen Funktionen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl, aber noch immer sehr gering ist. Obwohl Frauen über 50 Prozent der Bevölkerung darstellen, beträgt der Frauenanteil im Niederösterreichischen Landtag beispielsweise lediglich 27 Prozent.“ Auf der kommunalen Ebene sei Niederösterreich im Vergleich zu den anderen Bundesländern mit 68 aller 163 österreichischen Bürgermeisterinnen zwar Spitzenreiter, im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter gäbe es aber auch hier zu Lande noch viel Luft nach oben.

Abschließende Diskussion

Zum Abschluss diskutierten vier engagierte Frauen aus der Region über ihre Erfahrungen und Zugänge zum Thema Chancen und Engagement in Gegenwart und Zukunft: Agnes Schierhuber (Abgeordnete EU-Parlament a.D.), Maria Rigler (Stadträtin Neulengbach), Irene Neumann-Hartberger (Landesbäuerin) und Laura Strobl (Mentee im aktuellen Politik Mentoring Programm des Landes Niederösterreich).

Info: Der nächste Termin findet am Mittwoch, 20. Februar, 18.30 Uhr, in Baden (Casino Baden im Casineum) statt. Anmeldung kann man sich hier.


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