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Photovoltaik-Großanlage auf Parkdeck des Landesklinikums Amstetten fertiggestellt

Michaela Aichinger, 26.02.2021 19:57

AMSTETTEN. Die Stadtwerke haben die Arbeiten an einer neuen Photovoltaik-Großanlage auf dem Dach des Parkdecks beim Landesklinikum Amstetten abgeschlossen.

(v.l.) Vize-Bürgermeister Dominic Hörlezeder, Stadtrat Heinz Ettlinger, Stadtwerke-Direktor Jürgen Hürner und Christian Nagelhofer (Stadtwerke) auf dem Dach des Parkdecks beim Landesklinikum Amstetten Foto: Stadtwerke Amstetten/Michael Permoser

Die Anlage hat eine Leistung von 147,70 kWp. Im Vergleich zu 2019 wurden im Jahr 2020 in der Stadt Amstetten rund 340.000 kWh durch die Photovoltaik-Anlagen der Stadtwerke produziert. „Dies entspricht einer Steigerung von 82 Prozent in nur einem Jahr. Mit der Inbetriebnahme der PV-Anlage auf dem Parkdeck beim Landesklinikum Amstetten wird wohl auch die Strombilanz 2021 höchsterfreulich werden“, ist Stadtwerke-Direktor Jürgen Hürner überzeugt. Er möchte in Abstimmung mit der Stadtgemeinde zukünftig „möglichst viele Gemeindedächer“ für die Stromgewinnung durch Sonnenenergie nutzbar machen.

Sonnenenergie auf dem Vormarsch

Dass die Photovoltaik-Technologie nun endgültig in Amstetten angekommen ist, weiß der bei den Stadtwerken für erneuerbare Energien verantwortliche Christian Nagelhofer: „Es ist heute nichts Außergewöhnliches mehr, dass Unternehmen oder Privatpersonen eine PV-Anlage auf dem Dach errichtet haben. Wir bei den Stadtwerken nehmen eine verstärkte Nachfrage von Seiten der Privathaushalte wahr und errichten zunehmend „kleine Anlagen“ für die Eigenheime der Bevölkerung. Außerdem sind Batteriespeichereinheiten wesentlich stärker nachgefragt als noch vor einigen Jahren. Der Kunde möchte Strom mittels Sonnenenergie selbst produzieren und den Überschuss für den Eigenbedarf speichern, anstatt ihn in das Stromnetz einzuspeisen. Mit Speichereinheiten hat man diese Möglichkeit und verfügt sogar in der Nacht quasi über Sonnenstrom.“

PV-Anlagen auf Dächern von Gemeinde-Gebäuden

Für Finanzstadtrat Heinz Ettlinger (ÖVP) ist der sukzessive Ausbau von PV-Anlagen auf den Dächern jener Gebäude, die im Besitz der Stadtgemeinde sind, ein gutes Investment: „Der Umbau des Energiesystems wird stark gefördert und gibt uns Investitions- und Planungssicherheit in der Umsetzung dieser Projekte. Die benötigte Leitungs- und Speicherinfrastruktur wird laufend ausgebaut. Das gibt auch unseren regionalen Unternehmen vollkommene Sicherheit bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit solcher zukunftsorientierter Umweltprojekte. Das Interesse an schadstofffreien Energieproduktionen ist sowohl bei Wirtschaftstreibenden als auch bei Privatpersonen hervorragend.“

Investitionsfreudigkeit in umweltfreundliche Technologie

Und eben diese Investitionsfreudigkeit in umweltfreundliche Technologie freut Vize-Bürgermeister Dominic Hörlezeder von den Grünen besonders: „Die Politik und Verwaltung arbeitet stetig daran, die notwendigen Rahmenbedingungen und Handlungsanreize für den Umstieg von fossilen auf regenerative Energieträger zu schaffen. Bis 2050 könnte das gesamte Energiesystem in Österreich größtenteils dekarbonisiert werden. Hierzu ist es wichtig, die Genehmigungsverfahren bestmöglich zu entbürokratisieren und Investitionen in Erzeugungs- und Speicherungsanlagen zu ermöglichen. Denn der Schlüssel dürfte nicht in höherer Energieproduktion liegen, sondern darin, den Energiebedarf durch Effizienzmaßnahmen hinreichend zu reduzieren, während die Leistungsfähigkeit bleibt. Die „mission2030“ genannte österreichische Klima- und Energiestrategie sieht vor, dass Wirtschaftswachstum und Umweltschutz Hand in Hand gehen sollen. Sauberes Wachstum ist somit keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“


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