Naturschätze rund um St. Georgen am Ybbsfelde erkundet
ST. GEORGEN/YBBSFELDE. St. Georgen am Ybbsfelde hat Anteil am Europaschutzgebiet NÖ Alpenvorlandflüsse. Ein Grund für die hohe Lebensqualität im Ort. „Das möchten wir uns auch für die Zukunft bewahren und haben deshalb allen Interessierten die Naturschätze direkt vor ihrer Haustür gezeigt“, so VP-Bürgermeister Christof Haselsteiner. Er lud Bürger und Vertreter seiner Gemeinde zu einer Exkursion in das Naturschutzgebiet ein.

Die Gruppe wurde von der Biologin Heidemarie Moser-Sturm begleitet. Von ihr erfuhren die TeilnehmerInnen, welche Bedeutung gesunde Auwälder haben und welcher Bedrohung sie durch falsche Bewirtschaftung und eingeschleppte Pflanzenarten ausgesetzt sind. Den Weg zu den naturschutzfachlichen Besonderheiten bestritten alle der Umwelt zuliebe mit dem Fahrrad. Beim ersten Halt an einem naturbelassenen Bachlauf, der eine wichtige Vernetzungsstruktur bildet, hatte die Gruppe die Gelegenheit, mit Steckbriefen die Artenvielfalt im Gehölzgürtel zu entdecken.
Vom dichten Auwald zu den Heißländen
Im dicht bewachsenen Auwald erlebten die Teilnehmer dann hautnah, wie sich der Dschungel anfühlt. Der letzte Exkursionsstandort führte zu den Heißländen. Gemeint sind Magerrasen, die mit ihrem Orchideenvorkommen einen überregionalen Stellenwert in der Region haben. Abschließend lud der Bürgermeister zu einer Jause ins benachbarte Brunnenschutzgebiet, die sich alle Teilnehmenden bei strahlendem Sonnenschein schmecken ließen. Vielen Bürgern von St. Georgen war gar nicht bewusst, welche einzigartigen Naturschätze ihre Gemeinde umgeben. Einig war man sich, dass es wichtig sei, ökologisch wertvolle Flächen zu erhalten und man dazu wissen müsse, wo sie zu finden sind und was sie so besonders mache.
Naturschätze
„Naturschätze in meiner Gemeinde“ ist einer von acht Bausteinen im Pilotprojekt „Naturschätze: Beratungs- und Bildungsangebote für Gemeinden im NÖ Schutzgebietsnetzwerk“, an dem St.Georgen am Ybbsfelde mit seinem Europaschutzgebiet „NÖ Alpenvorlandflüsse“ teilnimmt. Das Projekt wird von der Naturschutzakademie und der Energie und Umweltagentur des Landes NÖ betreut, vom Land Niederösterreich und der EU gefördert und gemeinsam mit Gemeinden in ganz Niederösterreich umgesetzt.
Über die Schutzgebietsbetreuung in Niederösterreich
Rund 30 Prozent der niederösterreichischen Landesfläche haben einen Schutzstatus. Die Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich arbeitet gemeinsam mit der Abteilung Naturschutz im Amt der NÖ Landesregierung an der Betreuung der Europaschutzgebiete, Naturschutzgebiete und flächigen Naturdenkmäler. Die Ziele der Betreuungstätigkeit in der Schutzgebietsbetreuung sind, geschützte Lebensräume und Arten möglichst gemeinsam mit den Landnutzern zu erhalten und Bewusstsein für den unschätzbaren Wert der Lebensraum- und Artenvielfalt zu schaffen.


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