Verkehrserziehungsaktion „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ zu Gast in Aschbach-Markt

Hits: 48
Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 12.10.2021 09:34 Uhr

ASCHBACH. Im Rahmen einer Verkehrserziehungsaktion lernten Volksschüler spielerisch richtiges Verhalten im Straßenverkehr und übernahmen die Verkehrserziehung der Erwachsenen. Mit Hilfe der Polizei maßen sie die Geschwindigkeit der an der Schule vorbeifahrenden Fahrzeuge.

Mit der Aktion „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ greifen die AUVA-Landesstelle Wien und das KFV die Thematik „Schnellfahren“ vor Schulen auf und leisten einen wichtigen Beitrag für den Schutz der Schulkinder vor Verkehrs- und Schulwegunfällen Niederösterreich. Die Schüler erlernen dabei spielerisch richtiges Verhalten im Straßenverkehr und übernehmen die Verkehrserziehung der Erwachsenen.

Zu schnell unterwegs im Ortsgebiet

Im Ortsgebiet überschreiten rund 70 Prozent der Pkw-Lenker Tempo-30-Limits und ca. 40 Prozent Tempo-50-Limits. Dabei handelt es sich jedoch um kein Kavaliersdelikt, denn Schnellfahren ist nach wie vor eine der Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle. Wer zu schnell unterwegs ist, unterschätzt nämlich häufig auch den Anhalteweg. Damit steigt gleichzeitig auch das Risiko, nicht mehr rechtzeitig vor einem Hindernis bremsen zu können. Gleichzeitig sinkt auch die Anhalte-Bereitschaft vor Schutzwegen, was vor allem für Kinder – die die Straße sicher queren möchten – besondere Gefahren birgt.

Bewusstsein schaffen

Mit der Aktion „Nimm dir Zeit für meine Sicherheit“ verfolgen die AUVA-Landesstelle Wien und das KFV das Ziel, bei Kraftfahrzeuglenkern Bewusstsein für die Risiken von erhöhter Geschwindigkeit – und hier vor allem im Umfeld von Schulen – zu schaffen. Denn nur wer sich an Tempolimits hält, kann schwere Unfälle verhindern und damit das Verletzungsrisiko im Straßenverkehr reduzieren.

Süßes oder Saures …

Am Aktionstag übernehmen die Schulkinder die Rolle der Verkehrserzieher. Mit Hilfe von Polizei und Aktionsbetreuern messen sie vor der Schule die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. Wer sich an Tempolimits hält, wird gelobt und bekommt einen „süßen“ Apfel. Wer zu schnell ist, wird nett ermahnt und bekommt eine „saure“ Zitrone.

Zwei wichtige Aufgaben erfüllt

„Mit der Aktion erfüllen wir zwei wichtige Aufgaben auf einmal: Die Schüler erlernen spielerisch richtiges Verhalten im Straßenverkehr und übernehmen die Verkehrserziehung der Erwachsenen. Mit Hilfe einer mobilen Tempoanzeige oder der Messpistole können sie die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge selbst messen und lernen so, die Geschwindigkeit besser einzuschätzen. Gleichzeitig werden die Fahrzeuglenker – mit Hilfe der Kinder – zu mehr Achtsamkeit und Rücksicht im Umfeld einer Schule animiert“, betont Bernd Toplak, Präventionsexperte der AUVA-Landesstelle Wien.

Kinder bitten Autofahrer um Rücksicht

Die Aktion ist ein wertvoller Bestandteil der schulischen Verkehrserziehung. Der positive Aspekt: Die Fahrzeuglenker werden persönlich angesprochen und für die Gefährlichkeit mancher Verkehrssituation sensibilisiert. Wenn Raser von der Polizei zur Kasse gebeten werden, ist dies eine unangenehme Sache. So richtig peinlich wird es aber, wenn eine ganze Klasse von Schulkindern um mehr Rücksicht bittet.

Fahrzeuglenker wachrütteln

„Die Fahrzeuglenker werden aus der täglichen Routine wachgerüttelt und sind dann – hoffentlich – gerade im Bereich von Schulen wieder aufmerksamer und gemäßigter unterwegs“, so Toplak. „Die teilnehmenden Schüler arbeiten aktiv mit und haben Spaß an der Kommunikation mit den angehaltenen Lenkern. Eine KFV-Evaluation hat gezeigt, dass diese Aktion einen sehr wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leistet und von Erwachsenen wie Kindern gerne angenommen wird“, so Sabine Kaulich, Verkehrsexpertin vom KFV. Zusätzlich zum Aktionstag erfolgt eine Vorbereitung und Nachbetreuung der Aktion in den Klassen. Basis dafür sind umfassende Unterrichtsbehelfe, die den Schulen vom KFV zur Verfügung gestellt werden.

Kommentar verfassen



Mostviertel: So sieht der neue Fahrplan für Bus und Bahn ab 12. Dezember 2021 aus

MOSTVIERTEL. Der europäische Fahrplanwechsel am Sonntag, den 12. Dezember bringt auch im Mostviertel eine Reihe von Veränderungen. Die Weiterentwicklung eines umwelt- und klimafreundlichen Mobilitätsangebotes ...

Winklarner Autor freut sich über zweite Auflage von „Unterwegs mit Dina“

WINKLARN. Der Winklarner Autor und Herausgeber Johann Wögerer darf sich heuer über den Erfolg seines Buches „Unterwegs mit Dina“ freuen.

Neuigkeiten aus dem „Unverpackt“-Laden in Amstetten

AMSTETTEN. Im September haben Karin und Christoph Distelberger in der Ardaggerstraße 52 (ehemaliges Autohaus Hütter) einen „Unverpackt“-Laden eröffnet. Nun verkünden sie einige Neuigkeiten.

Ertler Nikolaus holte sich die Booster-Impfung

ERTL. Ludwig Krenn holte sich am 5. Dezember beim Impfbus in Ertl in seiner Arbeitskleidung die dritte Corona-Schutzimpfung. Klingt nicht ungewöhnlich – ist es aber, denn Ludwig Krenn ist der Ertler ...

Saisonabschluss: Laufclub Neufurth zieht positive Bilanz

NEUFURTH. Walter Kloimwieder, Obmann des Laufclub Neufurth (LCN), kann gemeinsam mit seinem Team auf eine Top-Saison 2021 zurückblicken.

Tödlicher Verkehrsunfall in Neustadtl/Donau

NEUSTADTL/DONAU. Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich laut Polizei am Sonntag, dem 5. Dezember, gegen 13:05 Uhr ereignet.

Ein Plädoyer für den Erhalt der Amstettner Remise

AMSTETTEN. Der Historiker Gerhard Ziskovsky sieht die Amstettner Remise als historisches Erbe für die Nachwelt und spricht sich für den Erhalt der aus. Dies sind seine Argumente.

Leserbrief Kaplan Franz Sieder: „Am 4. Adventsonntag sollen Geschäfte geschlossen bleiben!“

AMSTETTEN. Kaplan Franz Sieder hat der Tips seine Gedanken zur fixierten Öffnung der Geschäfte am 4. Adventsonntag per Leserbrief zukommen lassen.